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Obwohl jeder dritte Stand angesichts des Regenwetters wegbleibt, bringt der Bauernmarkt gute Umsätze

Diesmal lieber mit Glühwein angestoßen

Bad Eilsen (sig). Bislang ist noch kein Bauernmarkt im Kurort ausgefallen. Das hat Petrus auch diesmal nicht geschafft. Es gelang ihm lediglich, die beliebte Veranstaltung etwas "abzuspecken". Von den rund 80 angemeldeten Anbietern blieb ein Drittel zu Hause. Immerhin: Trotz des windigen und regnerischen Wetters klangen die Rückmeldungen von den Ständen doch recht positiv. "Einige sprachen sogar von besseren Umsätzen als im Frühjahr", berichtete die Touristikmanagerin Elke Dralle unserer Zeitung.

Während der Marktbetrieb am Vormittag erst recht schleppend begann, lenkten doch noch erstaunlich viele Besucher beim obligatorischen Sonntagsspaziergang ihre Schritte in den Englischen Garten. Eine Hand hatten die jedoch die meiste Zeit nicht frei, weil sie im Freien einen Regenschirm halten musste. Sicheren Schutz vor Nässe gab es nur in den Räumen der Kurverwaltung, die auch entsprechend gut gefüllt waren. Und auch das fiel auf: Mit kühlem Bier anzustoßen - darauf verzichteten die meisten Gäste. Stattdessen hatten die warmen Getränke Konjunktur. Gefragt war Glühwein, der Konkurrenz bekam durch heiße Fruchtsäfte und Honigwein. Zur weiteren Erwärmung trugen auch solche Speisen bei wie Elsässer Flammkuchen, Erbsensuppe, Backfisch, Kartoffelpuffer und westfälische "Pickerts", das sind dicke Puffer mit Rosinen. Bei den Crêpes hatten Füllungen mit Mandel- oder Eierlikör gute Absatzchancen. Kinder bevorzugten einen Aufstrich mit Nusscreme oder Marzipan. Über mangelnden Zuspruch konnten sich auch die Damen des Gemischten Eilser Chors nicht beklagen: Gemeinsam hatten sie 45 Torten und Kuchen gebacken. Ein Gutteil davon wurde vor Ort verzehrt. Dafür gab es Sitzplätze. Der rein bäuerliche Anteil am Markt hielt sich aufgrund der schlechten Witterung in Grenzen. Wie immer gab es Kartoffeln, Suppengrün, Rote Beete, Zwiebeln und ungespritzte Äpfel sowie Eier. Daneben wurden zahlreiche Wurstwaren angeboten - überwiegend eingemacht in Gläsern als Vorrat für die Wintertage.Zurzeit ist auch Stippgrütze gefragt, die es als dicke Wurstrollen gibt, bis die Zeit des Grünkohls beginnt. Das Blumenangebot ist angesichts der bevorstehenden kalten Jahreszeit deutlich zurückgegangen. Das größte Kontingent stellte das rötlich schimmernde winterfeste Heidekraut. Daneben gab es aber noch Sonnenblumen, kunstvolle floristische Gestecke sowie Tisch- und Türkränze aus Efeu, Buchsbaum, Edeldisteln und Hortensien. Zu kaufen waren ferner Holzarbeiten sowie Fensterbilder mit bereits weihnachtlichen Motiven, außerdem Keramikartikel, Textilien und Schmuck. An einem Imkerstand wurden Kerzen aus Bienenwachs angeboten, die nicht nur einen angenehmen Duft verströmen, sondern auch Allergikern und Asthmatikern nicht gefährlich werden. Einige Spielstationen von dem Kinderanimateur "Didi" Ostermeier sowie der Alleinunterhalter Klaus-Dieter Dust (Keyboard und Gesang), der im Boule-Pavillon Schutz vor dem Regen fand, rundeten den doch schon sehr herbstlichen Bauernmarkt ab.




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