weather-image
17°
Infoabend der münderschen CDU mit Experten zu Blockheizkraftwerken und Biogasanlagen

Dieselmotor soll Klima und Haushalt schonen

Bad Münder (st). Angesichts der mehr als angespannten Haushaltslage in Bad Münder hat sich die CDU auf die Suche nach zunächst einmal sparsamer Energie begeben. Jetzt veranstalteten die Christdemokraten einen Infoabend zu Blockheizkraftwerken und Biogasanlagen, die durch die gute Ausnutzung der Energie und die Verbrennung nachwachsender Rohstoffe zusätzlich einen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten.

270_008_4103696_lkbm101_13.jpg

Die Politiker wollten die Frage geklärt wissen, inwieweit sich diese Systeme zur Energieversorgung städtischer Einrichtungen oder auch privater wie geschäftlicher Räumlichkeiten nutzen lassen. CDU-Fraktionsvorsitzender Harald Einecke: „Wir brauchen eine Entscheidung, ob wir diesen Weg gehen wollen – dann müssen Gespräche stattfinden.“ Eine finanzielle Beteiligung der Kommune sollte bestenfalls vermieden werden.

Blockheizkraftwerk-Hersteller Gerhard Ruppel aus Bakede hatte sich zur Vorstellung der Technik einen Experten mitgebracht. Jörg Dürre, Fachmann für alternative, erneuerbare Kraftstoffe, betreibt mit seiner Firma mehrere Blockheizkraftwerke (BHKWs) als Referenzwerke. Er konnte den Gästen und CDU-Mitgliedern nötige Informationen zu Funktionsweise und Rentabilität solcher Anlagen geben. Johannes Weidner von proBürger, als Experte des Rates der Stadt, stellte in Aussicht, möglicherweise die KGS und das Rohmelbad mit einem BHKW beheizen zu können. Als Brennstoff für einen gewöhnlichen Dieselmotor dienen zumeist Pflanzenöle. Die entstehende Wärme wird nahezu komplett genutzt.

Jürgen Kinast stellte als Alternative die Versorgung durch eine Biogasanlage vor, wie er sie seit einiger Zeit in Beber betreibt. Hier werden Strom und Wärme durch die Verbrennung eines aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnenen Gases erzeugt. Beide Verfahren sind einander ähnlich, weshalb Einecke keine Diskussion zu Vor- und Nachteilen der unterschiedlichen Systeme angezettelt haben wollte. Ihm ging es um das Grundsätzliche. „Wir wollen versuchen, da was in Gang zu bringen, und hoffen auf einen Anstoß durch die Wirtschaftsförderung.“

Jürgen Kinast (vorn) betreibt eine Biogasanlage in Beber. Gerhard Ruppel (Mitte) und Jörg Dürre stellen die Funktion von Blockheizkraftwerken vor. Foto: st



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt