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20 Jahre Freundschaft zu Soissons: Feier im Ahnser Dorfgemeinschaftshaus / Französische Gäste in Familien untergebracht

"Diese Partnerschaft ist vorbildlich und ein Selbstläufer"

Ahnsen (sig). "So, wie es hier in Ahnsen vorgelebt wird, haben wir uns auf Kreisebene den Ausbau der deutsch-französischen Freundschaft vorgestellt", hatte Friedel Pörtner Lob parat. Der Vorsitzende des Kreisausschusses für Partnerschaften und Kultur freute sich sichtlich über die 20-jährige Partnerschaft zwischen dem Ahnser Spielmannszug und der Stadtkapelle von Soissons. Er nutzte deshalb die Gelegenheit, beiden Seiten am Pfingstsonnabend beim Kommers im Dorfgemeinschaftshaus die Anerkennung des Landkreises auszusprechen.

Pörtner: "Hier wird - ohne Anstoß von außen - seit zwei Jahrzehnten eine vorbildliche Partnerschaft gepflegt. Besonders erfreulich ist, dass die Gäste in heimischen Familien untergebracht werden. Das kommt nicht so häufig vor, entspricht aber unseren Vorstellungen von einer echten Beziehung. Was sich zwischen diesen beiden Ensembles entwickelt hat, kann man als Selbstläufer ansehen." Das sei auch ein Grund gewesen, weshalb der Landkreis die Reise nach Berlin mit dem Besuch des Reichstages nach Kräften finanziell unterstützt habe. (Das hat in anerkennenswerter Weise auch der Ahnser Gemeinderat getan.) Friedel Pörtner kündigte an, dass 2009 das 40-jährige Bestehen der Beziehungen zwischen dem Landkreis Schaumburg und der Stadt Soissons in gebührende Weise in beiden Ländern gefeiert werde. Der Ahnser Bürgermeister Heinz Grabbe, der ebenfalls dem Kreistag angehört, lobte den Spielmannszugführer Dieter Gutzeit und den stellvertretenden Vorsitzenden des TSV Ahnsen, Jürgen Schmökel, für die gesamte Organisation des Treffens mit der Berlinreise als Höhepunkt, Europa könne man nicht einfach von oben verordnen, so Grabbe. Es könne sich nur auf soliden Grundfesten entwickeln. Die erforderlichen Impulse dazu kämen von solchen Partnerschaften, die das gegenseitige Verständnis fördern und das Zusammenwachsen erst konkret werden lassen. Inzwischen gebe es viele Städte und Gemeinden, die durch solche Verbindungen dafür gesorgt haben, dass die Einheit Europas kein Wunschtraum geblieben ist. Der Präsident des französischen Musikvereins, dem die Stadtkapelle von Soissons angehört, Philippe Donnet, bedankte sich für die Gastfreundschaft. Es sei immer wieder eine Freude, sich mit den Ahnser Freunden zu treffen. Auf beiden Seiten stehe schon die nächste Generation in den Startlöchern, die diese Partnerschaft erhalten und mit Leben erfüllen werde. "Wir werden hier seit 20 Jahren hervorragend empfangen und betreut; das ist nicht mehr zuübertreffen", lobte Dirigent Jean-Claude Collet. Man werde beim Gegenbesuch versuchen, sich zu revanchieren. Anschließend übergaben die Gäste einen Korb voll Champagnerflaschen und eine Collage mit Fotos von gemeinsamen Begegnungen. Auf sehr charmante Art stellte sich Elke Nouailles alsÜbersetzerin zur Verfügung. Dafür erhielt sie viel Beifall. Um die Liste der Redner nicht zu verlängern, beschränkte sich die stellvertretende Landrätin Helma Hartmann-Grolm auf Konversation am Tisch. Das wurde sehr positiv aufgenommen. So konnte das Abendbüfett rechtzeitig eröffnet werden.Anschließend gab es viel Gelegenheit zu Gesprächen sowie zum Tanzen und Singen. Was noch auffiel: Die Stirnwand des Saales war geschmückt mit den Fahnen beider Länder, die unten zu einer Einheit zusammengeknotet waren. Drum herum waren Lichterketten angeordnet.




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