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Freunde für Kinder in Brjansk wählt Jens Loebel zum Kassenwart / Arthur Holzmann wird Schriftführer

Die Zukunft des Vereins liegt in Brjansk

Hameln/Tündern. Im Oktober 2011 hatte der Verein „Freunde für Kinder in Brjansk“ in der russischen Stadt Brjansk eine Zweigstelle ins Leben gerufen, um mit kompetenten Organisatoren vor Ort die nötige Hilfe zur Selbsthilfe schnell, effektiv und nah am Menschen umsetzen zu können.

Bei der Gründung gehörten der „Ortsgruppe Brjansk“ rund 40 Mitglieder an. „Mittlerweile sind es 170“, betonte Wilfried Schwark in der Mitgliederversammlung, die diesmal im Restaurant „Balkaneck“ in Tündern stattfand.

Die rasante Mitgliederentwicklung zeige, dass die Zukunft des Vereins, wie damals prognostiziert, in Brjansk liege, so der Vereinsvorsitzende. Mithilfe der Ortsgruppe sei der in Hameln ansässige Verein stets präsent in Brjansk, sodass eine schnelle Hilfe garantiert sei. Die unkomplizierte Unterstützung sei auch deshalb wichtig, da manchmal größere Spendensummen aus Hameln so schnell wie möglich ihren Bestimmungszwecken zugeführt werden müssen. Das seien beispielsweise eine teure medikamentöse Nachsorge für Kinder nach einer Krebsoperation. Staatliche Zuschüsse gebe es dafür nicht. Die Hilfe umfasse nicht nur medizinische Rehabilitationsmaßnahmen, sondern auch Maßnahmen, die der Wiedereingliederung der Kinder nach ihrer Genesung ins soziale Leben dienen. Der Kontakt zu den Eltern werde hergestellt durch den in Brjansk ansässigen Wohltätigkeitsfonds „Gute Kraniche“, der eng zusammenarbeite mit einem Reha-Zentrum.

Die Ortsgruppe setze sich vor Ort außerdem für Benefizveranstaltungen ein und starte Spendenaufrufe. In Zusammenarbeit mit dem Lyzeum 2 wurden und werden beispielsweise Wohltätigkeitsbasare ausgerichtet, deren Erlös auch dem Waiseninternat Schukowka zugutekommt, das ebenfalls von dem Hamelner Verein unterstützt wird.

Insgesamt 33 Mitglieder der Ortsgruppe und der „Kraniche“ werden in diesem Jahr zum ersten Mal die Hamelner Mitglieder beim Glühweinverkauf auf dem Hamelner Weihnachtsmarkt Osterstraße/Ecke Bäckerstraße unterstützen. „Und zwar in alten russischen Trachten“, betonte Schwark. Die Einnahmen aus dem Glühweinverkauf finanzierten bisher stets zur Hälfte den jährlichen Ferienaufenthalt der Kinder aus Brjansk im Tönebön-Camp Hameln. Vereinsmitglied Helmut Bernhardt teilte der Versammlung mit, dass der querschnittsgelähmte Illia aus Brjansk, über den die Dewezet im Sommer berichtete, im Diakoniekrankenhaus „Annastift“ Hannover untersucht werden soll, ob eine Operation für ihn überhaupt infrage komme. Diese Untersuchung hat jetzt am Montag stattgefunden, teilte Bernhardt aktuell mit. Voraussichtlich im Juni kann Illia in Hannover operiert werden. „Jetzt müssen wir uns auf Sponsorensuche begeben, denn aus eigenen Mitteln kann der Verein die Kosten nicht wuppen“, so Bernhardt.

Wilfried Schwark bleibt Vorsitzender und Klaus Nagel ist weiterhin sein Stellvertreter. Margot Blankenagel, langjährige Kassenwartin, legte ihr Amt nieder. Zum Nachfolger wurde Jens Loebel gewählt. Neuer Schriftführer wurde Arthur Holzmann. Dem weiteren Vorstand gehören Regina Nagel, Elke Schacht, Lutz Bertram, Ingo Müller, Lena Holzmann, Helmut Bernhardt sowie Hubert und Christiane Stolte an.




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