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Ausstellungsfläche des Druckereimuseums konnte um zwei Räume erweitert werden

Die Zahl der Besucher wächst

Hameln. Zwei zusätzliche Museumsräume und ein Zuwachs der Besucherzahlen um 50 Personen auf 550 Besucher – „Die bewegliche Letter“, das Hamelner Druckereimuseum auf dem Hefehof, ist in seinem achten Jahr ein prosperierender Verein. Rund 20 der insgesamt 64 Mitglieder, darunter der Vorstand mit dem Vorsitzenden Jürgen Seeger und alle aktiven Mitglieder, bezeugten in der Jahreshauptversammlung ihr Interesse, hier der jüngeren Generation die maschinelle Entwicklung der Druckkunst sichtbar und erlebbar zu machen.

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U. Truchseß

Autor

Ulrike Truchseß Reporterin / Wir von Hier

Die ehemaligen Drucker und Setzer der Firma C.W. Niemeyer, der Druckerei Matzow sowie Verleger Hans Niemeyer als Beisitzer und Geschäftsführerin Julia Niemeyer sowie der jetzige Druckereileiter Carsten Wilkesmann als Kassierer freuen sich, durch die Bereitstellung der beiden zusätzlichen Räume seitens Dr. Jobst Walter Dietz nun auch die Entstehungsgeschichte der Zeitung und die Entwicklung des Rotationsdrucks im heimischen Raum sowie die Buchbinderei mit Schneid-, Heft- und Falzmaschinen und den Übergang vom Bleisatz zum Fotosatz bis zum Computersatz in einzelnen Abteilungen der Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Da auch die Kasse kaum Ausgaben zu verzeichnen hatte, wie Kassierer Wilkesmann erfreut bestätigte, steht der Verein mit den schweren Druckmaschinen insgesamt auf einem soliden Fundament. Auch die Kassenprüfer Heidrun Welk von der Druckerei Matzow und Wolfgang Weyer bestätigten diese positive Ausgangslage für das neue Vereinsjahr und der gesamte Vorstand mit dem Vorsitzenden Seeger, dem Stellvertreter Jürgen René Hilscher vom Formularverlag, Kassierer Wilkesmann und Schriftführerin Monika Freitag wurde einstimmig wiedergewählt, ebenso die beiden Kassenprüfer.

Stolz ist Seeger, dass die Besucher längst nicht mehr nur aus Hameln kommen und ganz begeistert sind von den Führungen mit fachlichen Erläuterungen der Oldi-Aktivisten Erich Bunn, Lukas Eikens und Friedhelm Vornhülz. Seeger dankte auch Klaus Baatz, Klaus Wölm und Joachim Wrobel für die Umbau- und Umzugsarbeiten. Heimische Bildungseinrichtungen haben den Besuch des Druckerei-Museums in ihre Lehrpläne aufgenommen.

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  • Die filigrane Setzarbeit lässt sich an dieser Fahrplantabelle aus dem Bleisatz nachverfolgen.
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Gesteigert wird die Attraktivität dieses kleinen Museums durch Vorführungen an Maschinen und Aggregaten. Druckfachkräfte, die noch die Berufe Schriftsetzer, Buchdrucker oder Buchbinder gelernt haben, scheiden in der Zeit der Digitalisierung aus dem Berufsleben aus. Junge Leute werden in diesen Berufen nicht mehr ausgebildet. Umso wichtiger ist es dem Vorsitzenden, neue Mitglieder für das Museum zu erhalten, um der Nachwelt diesen Industrieschatz erhalten zu können. Eindringlich bittet Seeger darum, dafür zu werben, den Kreis der Aktiven zu erweitern. Beteiligen können sie sich beispielsweise an Wochenenden, wenn das Museum geöffnet ist und auch bei Schauvorführungen, wie beispielsweise im vergangenen Jahr mit dem Boston-Tiegel im Druckzentrum Hottenbergsfeld am Tag der offenen Tür des Druckzentrums Hottenbergsfeld. Die Nachfrage nach Kinderzimmerschildern konnte kaum gedeckt werden, so groß war zeitweise der Andrang. Unterstützt von der Citipost haben die Aktiven am Internationalen Museumstag teilgenommen, die Citipost hatte aus diesem Anlass extra eine Briefmarke mit dem Aufdruck einer alten Druckmaschine herausgegeben. Da Seeger auch Vorsitzender des Philatelistenvereins ist, hat auch dieser Verein sich an dem Internationalen Museumstag mit einer kleinen Ausstellung und dem Hinweis auf das Druckereimuseum beteiligt. Bundesweit sei der Bekanntsheitsgrad des kleinen Hamelner Druckereimuseums gewachsen.

Vom 2. bis 8. Mai präsentiert der Arbeitskreis der Museen im Landkreis Hameln-Pyrmont seine 13 Museen in der Stadtgalerie, die Drucker werden mit Boston-Tiegel und dem Trettiegel vertreten sein. Auch am Internationalen Museumstag, Sonntag, 17. Mai, sind die Mitglieder aktiv. Das Motto lautet dann „Museum, Gesellschaft Zukunft“. Und der Verein nimmt am 6. Juni an den Jubiläumsaktivitäten anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Citipost Weserbergland in den Räumen der Citipost teil. Wer die Drucker und Setzer einmal kennenlernen möchte, hat dazu dienstags um 10 Uhr Gelegenheit und natürlich an den Wochenenden, wenn das Museum geöffnet hat.

Die aktiven Vereinsmitglieder mit ihrem Vorsitzenden Jürgen Seeger (3. v. li.) haben die beiden neuen Räume eingerichtet. Der Übergang zum Computersatz wird mit diesen Maschinen dokumentiert.



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