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Heinrich Steege führt den Betrieb im „Alten Krug“ nach dem Tod seiner Mutter weiter

Die Türen stehen weiterhin offen

Lindhorst. Mit dem Tod von Karoline Hartmann hat Lindhorst am 1. März dieses Jahres eine bekannte und im Ort von vielen geschätzte Gastronomin verloren. „Line“, wie sie von den meisten genannt wurde, war Inhaberin des „Alten Kruges“, einem Familienbetrieb, der Lindhorst über Generationen mit geprägt hat.

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Autor:

Tina Bonfert

Hartmann hinterlässt ihr Erbe drei Söhnen: Heinrich Steege (63), der wie auch sein Bruder Wilfried (59) in den Wohnräumen über dem „Alten Krug“ lebt, sowie dem jüngsten Sohn Reinhard Steege (52), der nicht mehr in dem Elternhaus wohnt.

„Es geht nicht alles spurlos an einem vorbei, aber Trübsal blasen bringt nichts. Man muss ja was tun“, sagt Heinrich Steege, dem der Tod seiner Mutter sichtlich nahe geht. Der 63-Jährige arbeitet seit mehr als 30 Jahren in dem Familienbetrieb und steht, wie er ausdrücklich erklärt, auch weiterhin hinter der Theke des Traditionsgasthauses und bewirtet die Gäste. „Bis das Erbschaftsverfahren abgeschlossen und die alte Firma aufgelöst ist, bleibt erst einmal alles beim Alten. Der Betrieb geht reduziert weiter“, betont Steege.

Die wirtschaftlich rosigen Zeiten für den Familienbetrieb seien jedoch längst vorbei, sagt Steege. Regelmäßige Stammtischtreffen wie früher gebe es längst nicht mehr und die jüngere Generation ziehe es eher in die Städte als in die Dorfkneipen. „Wenn keiner kommt, mache ich eben um 22 Uhr zu. Wofür soll ich denn hier alleine stehen?“

Da die Gebäude sowie die dazu gehörigen landwirtschaftlichen Flächen in Familienbesitz seien, habe er glücklicherweise nicht mit Pachtverträgen zu kämpfen, betont Steege hinsichtlich einiger entsprechender Gerüchte, die er vehement von sich weist. Dennoch würden seine Geschwister die Gastwirtschaft nicht übernehmen wollen, was er durchaus verstehen könne. „Als Selbstständiger ist das immer schwierig. Aber ich habe keine Kinder, nach mir wird das wohl keiner mehr weiterführen.“

Vor Ende des Jahres rechnet Steege nicht mit der Testamentsverkündung. „Ich gehe davon aus, dass die Gebäude und die Landwirtschaftsflächen an mich gehen werden, aber man muss abwarten, bis das Verfahren abgeschlossen ist und was dann übrig bleibt“, erklärt er. Bis dahin hat der „Alte Krug“ Montag sowie Mittwoch bis Sonntag ab 18 Uhr geöffnet.



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