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Ausbildungsbedarf bei der Feuerwehr

Die Tücken von Sägen und Paragraphen

Bückeburg (kk). Beim Stichwort Feuerwehr fallen einem zunächst lodernde Flammen und tollkühne Löschangriffe ein. Die tägliche Arbeit der Brandschützer ist aber meist weniger spektakulär. Technische Hilfeleistungen machen einen Großteil der Einsätze aus. Und es bedarf gar nicht einmal unbedingt eines Orkans namens Kyrill, um deutlich zu machen, dass Feuerwehrleute fast genauso oft zur Motorsäge greifen müssen wie zum Strahlrohr.

Wie die jüngste Sitzung des Feuerschutzausschusses zeigte, hat aber gerade die Motorsäge ihre Tücken. Beim "Holzmachen" lauern nämlich viele Gefahren. Grund genug für Unfallkassen und Versicherungen, neuerdings einen Sachkundenachweis zu verlangen. Zur Zeit ist der Ansturm auf entsprechende Kurse allerdings enorm, zumal jetzt auch Privatleute an Schulungen teilnehmen müssen, die zum Beispiel im Wald selbst Brennholz sägen. Doch wer soll die Bückeburger Feuerwehrleute ausbilden? Diese Frage stellten sich die Ausschussmitglieder. Denkbar wären der Landkreis oder die Hofkammer als große Waldbesitzer. Nachteil: vergleichsweise hohe Kosten und lange Wartezeiten. So käme der Stadt Bückeburg eine hausinterne Lösung sehr entgegen. Es soll daher geprüft werden, ob nicht auch eine Schulung durch (berechtigte) Mitarbeiter des Bauhofs anerkannt wird. Fachgebietsleiter Heinz Niemeyer stellt klar, dass nun kein umgestürzter Baum auf Straße oder Gehweg liegen bleibt, nur weil (noch) nicht alle Feuerwehrleute die formalen Voraussetzungen zum Sägen mitbringen. Geräumt wird natürlich wie bisher - wenn Gefahr im Verzug ist.




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