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Zur offiziellen Eröffnung kommen über 30 Abnehmer / Ausgabestelle ist auf Dauer zu klein

Die "Tafel" liefert sogar Spargel und Erdbeeren

Obernkirchen (sig). Der Auftakt ist gelungen.Über 30 Besucher hatte die Obernkirchener Ausgabestelle der "Tafel" am Donnerstag nach der offiziellen Eröffnung durch den Kreisvorsitzenden des Deutschen Roten Kreuzes, Wolfgang Foerstner (Rinteln). Sicher ist: Es werden mehr, denn dadurch erübrigen sich Fahrten in die Nachbarstädte Bückeburgund Stadthagen, deren "Tafeln" in der Vergangenheit auch Abnehmer aus dem Obernkirchener Raum mit versorgt hatten.

Gestern gegen 14 Uhr. Die ersten Obernkirchener (l.) nutzen das

Foerstner dankte dem DRK-Ortsverein als Gastgeber sowie dem Jobcenter und der Schaumburger Beschäftigungsgesellschaft für das Bereitstellen von Mitarbeiterinnen für die Ausgabestelle. "Marktkauf" und "Lidl" bezog er in seinen Dank mit ein, weil sie das Vorhaben durch die Abgabe von Lebensmitteln, wie Backwaren, Obst, Gemüse und Molkereiprodukte, erst möglich gemacht haben. An Bürgermeister Oliver Schäfer richtete der Kreisvorsitzende die Bitte, die Stadt möge nach besseren räumlichen Lösungen Ausschau halten. Der jetzige Standort sei auf Dauer zu beengt. Foerstner sprach zugleich die Bitte aus, im Rahmen des Möglichen Spenden an das Rote Kreuz weiterzuleiten, damitauch die Sachkosten der Ausgabestelle gedeckt werden können. Die Kreisgeschäftsführerin Ursula Krüger (Stadthagen) wies darauf hin, dass es in Niedersachsen keinen weiteren DRK-Kreisverband gebe, der solche "Tafeln" unterhalte. Im Schaumburger Land bestünden immerhin zwei (in Rinteln und Stadthagen) und zusätzlich die beiden Ausgabestellen in Bad Nenndorf und Obernkirchen. Die Qualität der zur Verteilung kommenden Waren sei in Ordnung, unterstrich Ursula Krüger. Es werde sehr genau darauf geachtet, dass die Mindesthaltbarkeit noch nicht überschritten sei. Die eigentlichen Grundnahrungsmittel wie Mehl und Zucker würden nicht verteilt. Aber zum Beispiel neben Brot und Kuchensowie Milchprodukten zurzeit auch Spargel und Erdbeeren, auf die viele Käufer wegen des hohen Preisniveaus derzeit noch seltener zugreifen. Bürgermeister Oliver Schäfer betonte, dass er die Stadt sich darüber freue, dass Obernkirchen jetzt auch über eine solche Einrichtung verfügt. Der derzeitige Standort sei zumindest in einer Hinsicht nicht ungünstig: Hier können sich die Abholer weitgehend unbeobachtet versorgen. Trotzdem werde die Stadt alles in ihren Kräften Stehende tun, um größere Räumlichkeiten zu beschaffen. Eine erste Geldspende kam gestern von der Sparkasse. Deren Leiter Joachim Gotthardtüberreichte dem Ortsverein einen Scheck. Die künftigen Öffnungszeiten liegen etwas anders als zunächst geplant. Die Warenausgabe erfolgt montags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr.

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