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Die Suche nach der heißen Spur im stinkenden Müll

Bad Münder. Passanten, die stehen bleiben, weil Mitarbeiter der Kreisabfallwirtschaft ihre Arbeit machen – in Bad Münder gestern kein Einzelfall. Nach der Ankündigung der Mordkommission, den Abfall der Kernstadt genau auf Hinweise auf den Täter im Mordfall Uwe H. zu durchsuchen, wurde die Arbeit der Müllwagenbesatzungen aufmerksam verfolgt. Der gesamte Restmüll der Kernstadt wurde auf einer vorbereiteten Fläche des Entsorgungsparks bei Hilligsfeld ausgebreitet, soll nun auf Spuren untersucht werden.

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Im Entsorgungspark waren Mitglieder der Mordkommission und Kriminaltechniker gestern bereits damit beschäftigt, den Inhalt mehrerer großer Müllcontainer genau zu durchforsten. Die Großbehälter stammen vom Grundstück eines münderschen Unternehmens, sollten in der Müllverbrennungsanlage vernichtet werden – doch die Polizei dirigierte die Container um. Die Beamten trugen Mundschutz, Handschuhe und Overalls, als sie in dem stinkenden Müll wühlten. Fotos wurden gemacht, jeder Handgriff dokumentiert – so sollten mögliche Beweise gerichtsfest gemacht werden.

Die Polizei hielt sich gestern mit Informationen zu den Ermittlungen zurück. Die Ermittler wollten sich nicht in die Karten schauen lassen. Hauptkommissar Jörn Schedlitzki wollte gestern weder bestätigen noch dementieren, dass es inzwischen eine heiße Spur gibt. „In der momentanen Phase der Ermittlungen können wir noch nichts sagen“, sagte das Mitglied der Mordkommission. Ein Ermittler meinte: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir den Mörder überführen können.“

Schon aufgrund der geringeren Menge konzentriere sich die Mordkommission zunächst auf den Müll der Gewerbe- und Großkunden. Auch das Alter des Mülls spiele dabei eine Rolle, sagte der Leiter der Mordkommission, Axel Brünger, am späten Abend im Gespräch mit dieser Zeitung. „Die Suche im Unrat ist mit Dreck und Gestank verbunden, dennoch lassen wir uns davon nicht abschrecken“, erklärte der Erste Kriminalhauptkommissar.jhr, ube



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