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Beim Empfang des Ortsrates Bakede stellen sich die Bürgermeister-Kandidaten gemeinsam vor

Die Streitaxt als besondere Auszeichnung

Bakede (jhr). Eine Streitaxt stand im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der Ortschaft Bakede – und obwohl zwei engagierte Wahlkämpfer, die beiden Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Bad Münder, einen ihrer ersten gemeinsamen öffentlichen Wahlkampfauftritte bestritten, waren es nicht sie die dafür sorgten, dass die Axt gleich mehrfach ausgepackt wurde.

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Die Streitaxt als Bakeder Wappensymbol hatten die Mitglieder des Ortsrates gewählt, um bei ihrem Empfang besonders engagierte Einwohner auszuzeichnen. Und verteilt wurden die Auszeichnungen – in Silber oder Gold gehalten – nicht zu knapp: Rund 50 Namen verlas Ortsbürgermeister Rolf Wittich und erläuterte, in welchem Umfang sich die Empfänger durch besondere sportliche Leistungen oder außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement hervorgetan hatten.

Die Bedeutung des Ehrenamtes griffen als Stichwort auch die beiden wahlkämpfenden Gäste auf, denen beim Empfang Gelegenheit zur kurzen Vorstellung gegeben wurde. Hartmut Büttner, Kandidat der SPD, präsentierte sich darüber hinaus als Fan der Bakeder Aktion „In 80 Tagen um die Welt“. „Eine Aktion, die Bedeutung über den Tag hinaus hat, die Menschen zusammengebracht hat. Diesen Schwung müssen wir mitnehmen, um die Aufgaben der Zukunft zu meistern“, erklärte er. Er stellte sich als Bewerber mit der notwendigen Erfahrung fürs Bürgermeisteramt vor und skizzierte seinen beruflichen Werdegang, setzte dann einen Schwerpunkt auf die Zukunftsfähigkeit der Ortschaften. „Wir dürfen niemanden nach Hause schicken, der hier einen Neubau errichten will“, betonte er. Allerdings müsse beachtet werden, dass es dabei nicht zu unbegrenztem Flächenverbrauch komme. Baulücken und nicht gefüllte Baugebiete müssten zuerst gefüllt werden, außerdem müssten Gespräche geführt werden über nicht mehr genutzte Häuser: Es dürfe nicht sein, dass leere Häuser in den Ortskernen verfallen.

Hans-Ulrich Siegmund, Kandidat der CDU, stellte seine enge Verbindung zu Bakede heraus, präsentierte sich als Streiter für die neue Kindertagesstätte, bevor er mit einem deutlichen „Ich will Bürgermeister in Bad Münder werden“ seine Ambitionen unterstrich. Er wies auf seine beruflichen Erfahrungen im Management einer großen Firma hin, rechnete vor, warum er den Zukunftsvertrag als Chance für die Stadt sieht und machte deutlich, dass ohne den Vertrag Bad Münder „in drei Jahren unter Zwangsverwaltung wäre“. Dass die Entscheidung für den Vertrag im Stadtrat einstimmig gefällt wurde, sei im Land aufmerksam verfolgt worden – weil eben nicht jede Stadt eine solche Einigkeit demonstriere. Wirtschaftsförderung will er als „Chefsache“ behandelt wissen, das Ehrenamt müsse unterstützt werden.

Deutlich kürzer als ihre Vorredner fassten sich Uwe Peter Keil (SPD) als „frischgebackener Stellvertreter eines Bürgermeisters, den es noch gar nicht gibt“ mit seinem kurzen Liebesbekenntnis zum Ort („Bakede ist meins“) und der Landtagsabgeordnete Ulrich Watermann (SPD), der Wittich in den Vordergrund stellte. „Er ist das Zugpferd, aber er zieht alle mit“, sagte Watermann.

In welchen Bereichen Bakeder sich im vergangenen Jahr entwickelt hatte, hatte der Ortsbürgermeister nach musikalischen Beiträgen des gemischten Chores der Singgemeinschaft Auetal zusammengefasst. Die Eröffnung der Kita Bakede zählte ebenso zu den Erfolgen wie die mehr als 86 000 Kilometer, die die Einwohner der Ortschaft zur Aktion „In 80 Tagen…“ sportlich zurückgelegt hatten. Die Fertigstellung des Platzes der Generationen wurde ebenso erwähnt wie das erfolgreiche „Fest der Generationen“. Das Engagement der Bürger sei aber auch im neuen Jahr wieder gefragt. „Ich zähle auf Sie“, gab Wittich den Gästen mit auf den Weg.



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