weather-image
30°
Bückeburg gegen Aufsteiger Leer / Fragezeichen hinter Bremer und Steininger

Die Streicheleinheiten sind vorbei Das VfL-Team steht in der Pflicht

Niedersachsenliga (ku). Am kommenden Sonntag hat der VfL Bückeburg erneut eine schwere Heimaufgabe zu lösen, erwartet die Kicker von Germania Leer.

Jean-Paul Thom (l.) und der VfL Bückeburg müssen gegen Leer gewi

Ratlosigkeit und lange Gesichter beim VfL Bückeburg gab es am letzten Spieltag. In Hildesheim hagelte es eine 0:3-Klatsche, der Bückeburger Angriff weiter mit Ladehemmung. Dabei hatte es im ersten Durchgang noch passabel angefangen. Warum sich die Mannschaft aber dann nach dem Fehler gleich zu Beginn des zweiten Durchganges und des darausresultierenden 0:2 schon frühzeitig und relativ kampflos mit der drohenden Niederlage abgefunden hatte, konnte auch nach Spielschluss keiner der Akteure schlüssig beantworten. Eine weitere Niederlage die doppelt schwer wiegt, weil sie gegen einen direkten Tabellennachbarn erfolgte. Gegen die Aufsteiger aus Leer wird sich nun die Frage stellen, wie die Mannschaft die erneute Niederlage verdaut hat. Bückeburgs Pressesprecher Volker Werner zeigte sich allerdings nicht unkritisch nach der Vorstellung in Hildesheim: "Es gibt da überhaupt nichts zu verdauen, das war kein Pech oder irgend etwas Ähnliches, diese Niederlage hat sich die Truppe ganz allein zuzuschreiben. Die Zeit der Streicheleinheiten und der Suche nach Entschuldigungen sollte nun endgültig vorbei sein. Jeder sollte sich an die eigene Nase fassen und die Fehler zu allererst bei sich selbst suchen. Unser Coach hat diese Dinge und Missstände in der Mannschaftsbesprechung sehr deutlich gemacht. Jetzt liegt es allein am Team zuzeigen, ob man gewillt ist, auch im nächsten Jahr wiederweiter auf Verbandsebene zu spielen." Auch Trainer Timo Nottebrockäußerte sich ähnlich: "Die Situation ist schwierig, aber es liegt an uns, nun gemeinsam aus dieser Lage zu kommen. Es nutzt da gar nichts über unsere Verletzungen zu jammern, dabei immer wieder zu lamentieren, das wir eigentlich mithalten können, nur keine Punkte holen! Wir müssen darauf fixiert sein uns nun wieder Selbstbewusstsein und läuferische Tugenden zu erarbeiten!" Die Gäste aus Leer kehrten nach einjähriger Abstinenz als Aufsteiger in die Niedersachsenliga zurück. Auch 2002 und 2004 stiegen die Germanen ab um danach im folgenden Jahr als Meister wieder direkt aufzusteigen. Bislang liegt Leer im grünen Bereich, nach zwölf Spielen auf Rang 12. Die Abwehr entpuppte sich als Prunkstück der Ostfriesen, dabei bilden erfahrene Spieler wie Mario Rodriges (Groningen), Bassirou Sylla (Preußen Münster) und Timo Klemm (Kickers Emden) das erfolgreiche Gerüst. Trainer Lünemann setzt dabei nach wie vor auf seine bewährte defensive Spielweise, konnte so beim Tabellenersten Oldenburg ein beachtliches 1:1 einfahren. Gegen Leer wird Timo Nottebrock allerdings wieder umstellen. Niko Werner fehlt mit einer Bauchmuskelzerrung, Ibrahim Aslan hat Magenprobleme, Guiseppe Porcello hat eine gereizte Bandscheibe und Cord-Hendrik Möller trat einen Kurzurlaub an. Hinter Alexander Bremer (Kniebeschwerden) und Jan Steininger (Prellung) steht noch ein Fragezeichen.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare