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Rat soll Marcus Westphal von der allgemeinen Stellvertretung entbinden / Knigge vertritt bei Verhinderung

Die Stellvertreter-Frage bleibt weiterhin offen

Bad Münder. In der Frage der allgemeinen Stellvertretung des Bürgermeisters kündigt sich eine vorläufige Lösung an. Nicht die Regelung, auf die Bürgermeister Hartmut Büttner gehofft hatte, aber doch ein Verfahren, dass die Situation in der Stadtverwaltung etwas entspannt: Personalchef Heiko Knigge springt als Verhinderungsvertreter lediglich dann ein, wenn der Bürgermeister ausfällt.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Vorgesehen ist, dass der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag, 21. Juni, Kämmerer Marcus Westphal von seiner zusätzlichen Aufgabe entbindet. „Rücknahme der Beauftragung eines Beamten mit der allgemeinen Stellvertretung des Bürgermeisters“ lautet der Tagesordnungspunkt, mit dem der Bitte Westphals entsprochen werden soll.

Westphal hatte bereits in der ersten Woche der Amtszeit des neuen Bürgermeisters um die Entbindung von der Aufgabe gebeten, die er unter Silvia Nieber zuvor bereits sechs Jahre inne hatte. Vorausgegangen war eine Auseinandersetzung mit Büttner über grundsätzliche Fragen, etwa die Beantwortung von Anfragen aus den Reihen der Politik im vorausgegangenen Bürgermeisterwahlkampf.

Der Verwaltungsausschuss hatte sich kurz nach Bekanntwerden der Bitte Westphals um Entbindung Anfang März bereit erklärt, eine Sondersitzung des Rates einzuberufen, um bereits vor der planmäßigen Ratssitzung am 21. Juni einen neuen allgemeinen Stellvertreter zu bestimmen. Doch dazu kam es nicht: Bei der Suche nach einer geeigneten Person für diese Aufgabe in der Verwaltung holte sich Büttner gleich mehrere Körbe, so lehnte Elisabeth Borcherding, Fachbereichsleiterin Bildung und Service, ebenso dankend ab wie Personalchef Heiko Knigge.

Einen neuen allgemeinen Stellvertreter kann der Bürgermeister auch in der Sitzung am Donnerstag nicht präsentieren, dennoch wird Westphals entbunden. „Ich habe mich bemüht, Herrn Westphal umzustimmen, leider ohne Erfolg. Ich muss seine Entscheidung akzeptieren, sie anerkennen“, erklärt Büttner auf NDZ-Nachfrage. Die aktuelle Phase bezeichnet er als Abschnitt der „Integration des Bürgermeisters in die Verwaltung“, die Zusammenarbeit müsse abgestimmt werden – auch in der Leitungsebene. Westphal zu entbinden, obwohl noch kein Nachfolger fest steht, wird in der Verwaltung als Schritt zur Entspannung der allgemeinen Situation gesehen.

Im Fall von Urlaub, Krankheit oder sonstiger Verhinderung wird die Stadt dennoch nicht führungslos sein. Während Westphal als allgemeiner Stellvertreter jedoch auch in Zeiten der Anwesenheit des Bürgermeisters den Verwaltungschef vertreten durfte, darf Personalchef Heiko Knigge als „Verhinderungsvertreter“ lediglich dann einspringen, wenn der Bürgermeister nicht greifbar ist.



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