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„Die Stadt sollte Vorbild sein“

Zum 1. April beginnt Christine Tegtmeier mit ihrer Projektar- beit Klimaschutz bei der Stadt Hameln. Eines ihrer Aufgabenfelder umfasst auch die Energieberatung bei der Stadt und den Stadtwerken Hameln. Was sie in Hameln erreichen möchte und wie einfach jeder Bürger etwas für den Klimaschutz tun kann, erzählt sie im Gespräch mit Karen Klages.

Christine Tegtmeier

Interview „Die Stadt sollte Vorbild sein“

Zum 1. April beginnt Christine Tegtmeier mit ihrer Projektarbeit Klimaschutz bei der Stadt Hameln. Eines ihrer Aufgabenfelder umfasst auch die Energieberatung bei der Stadt und den Stadtwerken Hameln. Was sie in Hameln erreichen möchte und wie einfach jeder Bürger etwas für den Klimaschutz tun kann, erzählt sie im Gespräch mit Karen Klages.

Frau Tegtmeier, erst einmal herzlich willkommen in der Rattenfängerstadt. Womit fangen Sie am 1. April an?

„Meine Hauptaufgabe liegt darin, ein Konzept zu erarbeiten, wie in den nächsten 10 bis 15 Jahren CO2 eingespart werden kann. Zuerst wird zusammen mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont der Ist-Zustand dieser Region analysiert, das heißt, es wird untersucht, wie viel CO2 in kommunalen Gebäuden, im Verkehr, von der Industrie und von den Energieversorgern erzeugt wird. Das wird zwei bis drei Monate dauern und per Software des Klima-Bündnisses erstellt.“

Wer kann wie in Hameln CO2 einsparen? Die Stadt beteiligt sich a
  • Wer kann wie in Hameln CO2 einsparen? Die Stadt beteiligt sich am Klima-Bündnis.

Was ist das für ein Klima-Bündnis?

„Seit 1990 haben sich mehr als 1300 Städte, Gemeinden aber auch Bundesländer und Regionen diesem Klima-Bündnis angeschlossen, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Wir tauschen in diesem Netzwerk Erfahrungen aus, entwickeln Strategien und Maßnahmen und setzen diese dann in die Praxis um. Konkret heißt das: Wer kann wie in Hameln CO2 einsparen?“

Das heißt, es sind auch die Bürger angesprochen?

„Die privaten Haushalte sind ein wichtiger Aspekt. Sie sind immerhin für rund 40 Prozent der bundesweiten CO2-Emission verantwortlich.“

Haben Sie einen Tipp für die Bürger, wie sie sofort mit dem Einsparen anfangen können?

„In Bezug auf Strom ist es sicherlich von Bedeutung, Energiesparlampen und Strom sparende Haushaltsgeräte zu verwenden, also bei Neuanschaffung gleich zur Energieeffizienzklasse A zu greifen. Lassen sich Geräte mit Standby-Funktion nicht vermeiden, können sie über eine schaltbare Steckerleiste ausgeschaltet werden. Wer eine Immobilie besitzt und eine neue Heizungsanlage anschaffen möchte, sollte zuerst an die Gebäudehülle denken, dämmen so gut es geht – dann kann hinterher die Heizung kleiner ausfallen.“

Wer viel tun möchte, muss aber auch viel investieren...

„Die Geldfrage ist bei solchen Maßnahmen natürlich immer das größte Problem. Jedoch gibt es eine Menge Fördermöglichkeiten, zum Beispiel zinsgünstige Kredite der KfW oder Zuschüsse durch die Stadt, die jährlich 75 000 Euro bereitstellt. Zudem haben wir viele Ideen und möchten die Bürger vor Ort unterstützen und beraten. Erstmal möchten wir ein breites Bewusstsein für den Klimaschutz schaffen. Und als Stadt müssen wir da anfangen, zum Beispiel mit der Verringerung der CO2-Emission in den kommunalen Gebäuden. Denn wir sollten mit gutem Beispiel vorangehen und Vorbild in Sachen Klimaschutz sein.“

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