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Integration, Disziplin und Fair Play Ziele bei Union Stadthagen

"Die Sprache ist Deutsch"

Stadthagen (sk). Der Sportverein (SV) Union Stadthagen setzt seit zwei Jahren erfolgreich auf die Vereinsziele Integration und Disziplin. Die erste Herrenfußballmannschaft ist in die Bezirksliga aufgestiegen, die zweite Herrenmannschaft spielt in der zweiten Kreisklasse. Zudem trainiert eine Altherrenmannschaft im SV Union. Vor allem aber kann der Verein auf Spielernachwuchs aus den eigenen Reihen hoffen. Vier Jugendteams mit Spielern im Alter zwischen acht und zehn Jahren sind im SV aktiv. Achmed Cetindere, der dem SV vorsteht, freut sich über die gute sportliche Entwicklung und über die konsequente Umsetzung der sozialpolitischen Vereinsziele Integration, Disziplin und Fair Play.

Der SV Union Stadthagen ist vor acht Jahren aus der Fusion der türkischen Fußballvereine "Yeni Kusak" und "Türk Gücü" entstanden. Beide Vorgängervereine seien sportlich abgestiegen und hätten keine erfolgreiche Integrationspolitik betrieben - das sei im SV Union anders geworden, so Cetindere im Pressegespräch. Auch versteht sich der SV nicht als türkischer Verein, wenngleich nur fünf Prozent der Spieler keinen Migrationshintergrund haben. Ein Mix verschiedener Nationen spielt im SV Union Fußball: Griechen und Deutsche, Türken, Albaner, Araber, Russen. Sie alle seien sich über den Sport näher gekommen und - wichtig in puncto Integration - "die Sprache auf dem Platz ist Deutsch", sagt Cetindere. "Hohe fachliche und soziale Kompetenz" bringe der seit zwei Jahren im SV agierende Trainer Duran Gök ein, was sich sowohl im sportlichen Erfolg zeige als auch im fairen Verhalten der Spieler auf dem Platz. Letzteres war in den Anfangsjahren des SV nicht der Fall. Vor einigen Jahren noch sei der SV "eher durch rote Karten bekannt geworden", warf der Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy (SPD) ein, der den Vereinsvorstand aus einem besonderen Grund im Restaurant "Dionysos" an der Habichhorster Straße besuchte (siehe Kasten). Cetindere bestätigte dies. Das Vereinsziel sei nicht "in allen drin" gewesen. Undisziplinierte Spieler, wenn diese auch fußballerisch überzeugten, mussten den Verein verlassen. Das Konzept der Integration und des Fair Play seien wichtiger als kurzer sportlicher Erfolg, so Cetindere. Zum Konzept gehöre auch die Zusammenarbeit mit und die Öffnung zu anderen Vereinen.




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