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Erste "Lippisch-Schaumburgische Meisterschaft" / Club sucht noch Mitglieder

Die Renaissance des "Kickerns": Tischfußball ist wieder im Kommen

Extertal/Rinteln (who). So etwas hat es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben: Mit der ersten "Lippisch-Schaumburgischen Meisterschaft" ist im Dorfgemeinschaftshaus Almena ein Kult aus vergangenen und tot geglaubten Kneipenzeiten wieder erstanden.

Eine Leidenschaft, die die Generationen vereint: Tischfußball al

Tischfußballspiele (oder kurz "Kicker") sind in den sechziger Jahren und darüber hinaus ein absolutes Muss in den deutschen Gastwirtschaften gewesen. Vor allem, um den Jugendlichen einen Anreiz zum Besuch in der Kneipe zu bieten. Besonders zu den obligaten Meisterschaften und Turnierspielen gab es Gedränge an den Tischen mit den Reihen starrer Spielerfiguren an den blanken Stangen. Wer erinnert sich? Irgendwann war Schluss mit dem Vergnügen, bei dem Geschicklichkeit und Schnelligkeit Trumpf sind. Acht Freunde aus Almena haben das Kicker-Spiel über die Zeitläufe hinweg gerettet. Schon im Jahr 1988 haben sie den Kickerclub Almena gegründet. Der Name lautet "Julischka" - wegen einem jugoslawischen Restaurant im Extertal. "Und imselben Jahr haben wir einen richtigen Gaststätten-Kickertisch" aus einer Almenaer Kneipe geschenkt bekommen", schilderte Rainer Wedertz. Zusammen mit Udo Kloschinski gehört er zum Spielerstamm. Seitdem gibt es regelmäßige Spieltage, ausschließlich für Doppel-Partien. Dabei werden als "Schmankerl" immer wieder Partien wie aus der laufenden Bundesligasaison oder der "Sommermärchen-WM" nachgespielt. Und nachdem vor einigen Jahren der Versuch, ein Turnier auszurichten, fehlgeschlagen war, hat es jetzt geklappt. Das scheine mit der augenblicklichen "Kicker-Renaissance" zusammenzuhängen, vermuten Udo Kloschinski und Rainer Wedertz. Die Spieltische seien inzwischen wieder in viele Gaststätten eingezogen, aus denen sie zwischenzeitlich verschwunden gewesen seien. Mit diesem Wissen hatten sich die Julischka-Kicker verstärkt auch im Landkreis Schaumburg und besonders in Rinteln für ihre Idee geworben. Über 50 Spieler und Spielerinnen sind schließlich im Almenaer Dorfgemeinschaftshaus zum ersten Lippisch-Schaumburger" Kickerturnier angetreten. Über 500 Euro an Preisgeldern spornten die Spieler an, alles zu geben. Ebenso die zahlreichen Pokale, darunter der große Wanderpokal der Strathe-Brauerei in Detmold. Am Ende hatten die "Grenzgänger" aus Schaumburg die großen Pokale mitnehmen können. Im Doppel gewannen Hinnerk Heise und Jan Hendrik Franke. Auf Platz zwei kam das Doppel Jörg Schulz und Uwe Krüger aus Lemgo vor Ronald und Timon Ridderbusch aus dem Extertal. Gewinner im Einzel war Hinnerk Heise aus Rinteln vor Ronald Ridderbusch und Eckhardt Glowna. Kontakt: Die Julischka-Kicker sind sich sicher, dass es in absehbarer Zeit weitere Turniere geben wird. Interessenten können sich bei Rainer Wedertz, (05262) 5049, und bei Udo Kloschinski, (05262) 03381 oder (0171) 2783381, melden.



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