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Grünen-Landtagsabgeordnete macht ihren Antrittsbesuch in Bückeburg

"Die Probleme Ihrer Stadt halten sich wirklich sehr in Grenzen"

Bückeburg (tw). "Die Probleme Ihrer Stadt halten sich wirklich sehr in Grenzen": Dieses Fazit nimmt Ursula Helmhold nach einem Gespräch mit Bürgermeister Reiner Brombach "übern Berg" mit in ihre Heimatstadt Rinteln. Die Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen ist erst seit der letzten Landtagswahl auch für die Ex-Residenz zuständig ("Bückeburg war bislang nicht mein Revier") - und nutzte jetzt die Sommerferien, um sich bei ihren offiziellen Antrittsbesuch auf den aktuellen Stand zu bringen.

"Finanzen", "Bauen& Wohnen" sowie "Tourismus" und "Wirtschaft" lauteten die Schwerpunkte beim Meinungsaustausch. Ihre jeweiligen Bückeburger Eindrücke fasst Helmhold während eines Pressegesprächs so zusammen: "Um Ihre Kassenlage kann ich Sie nur beneiden. Ich wünschte, diejenige Rintelns sähe ähnlich gut aus." Ganz besonders hat es der Grünen das Falkingsviertel angetan. Dank dieses Neubaugebiets, ist die Politikerin überzeugt, werde Bückeburg "das Problem des demografischen Wandels in den Griff bekommen". Brombach sieht's ebenso: "Die Nähe des Viertels zum Stadtzentrum hat uns bereits zahlreiche Neubürger beschert." Als Grüne lobt Helmhold insbesondere die "verdichtete Bebauung, die einen deutlich geringeren Flächenverbrauch als anderenorts zur Folge hat". Stichwort Tourismus: Die Landtagsabgeordnete würde es sehr begrüßen, wenn es gelänge, nicht nur Tagestouristen für Bückeburg zu begeistern. Ein gemeinsames Vermarktungskonzept müsse her, das sich nicht nur aufs Schaumburger Land beschränken dürfe, sondern auch Ostwestfalen-Lippe umfassen müsse. "Die Weseranrainer", so Helmhold, "müssen den Mut haben, Touristen auch mal an eine Nachbarstadt weiterzureichen". Im Gegensatz zu Behörden dächten Touristen nämlich nicht in den Kategorien von Landesgrenzen und interessierten sich folglich auch nicht dafür. In jedem Fall sei Tourismus das Thema für Bückeburg schlechthin. Seine Bedeutung werde von Jahr zu Jahr wachsen, denn: "Weil die Menschen immer älter werden und lange An- und Abreisezeiten zunehmend scheuen, werden sie ihren Urlaub künftig noch öfter in Deutschland verbringen, als sie das jetzt schon tun", ist die Grüne überzeugt. Auch was die Wirtschaft angeht, teilt Helmhold die Auffassung Brombachs, der glaubt, dass Berenbusch als Stückguthafen vom Ausbau des RegioPorts Weser (Minden) immens profitieren wird. Dass sich Güterverkehr dabei noch mehr auf den Wasser- und Schienenweg verlagern wird, ist eine Vorstellung, die der Umweltpartei und -politikerin naturgemäß besonders gefällt. Was dabei Cammer betrifft, müssten diePlanungen in punkto Lärm, Staub und Licht allerdings besonders sensibel sein. "Ein Gewerbegebiet", betont Helmhold, "muss zum Beispiel nicht die ganze Nacht über vollständig beleuchtet sein." Im Interesse der Anlieger seien intelligente Lösungen gefragt - etwa eine Schwerpunktbeleuchtung mit Spots oder aber Bewegungsmelder.




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