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Zwischen Wunsch und Wahrheit

Die Pflanze und der Boden

Kaum sind die kalten Tage Vergangenheit, ist es zu warm. 24 Grad Celsius. Explosionsartig entfalten sich Blüten an Obstbäumen und Ziergehölzen. Wer neue Gehölze und Stauden pflanzt, muss darauf achten, sie gut zu wässern, denn die Wärme wird sie dazu bringen, schnell anwurzeln zu wollen und Blattmasse zu entwickeln.

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Autor:

Jens F. Meyer

Für diesen Kraftakt benötigen sie Wasser und guten Boden.

Es gibt nichts Gutes, außer… Genau: Deshalb sollten Gartenbesitzer, die sich neue Ziele setzen, zum Spaten greifen. In den Baumschulen und Staudengärtnereien ist die Auswahl der Stauden und Gehölze jetzt besonders groß. Neue Sorten bereichern das Sortiment. Bessere Pflanzbedingungen gibt es nicht. Die milden Temperaturen machen es den Pflanzen leicht, Fuß zu fassen.

Wichtig ist, den Boden und die Standortbedingungen zu prüfen. Dabei müssen Kompromisse gemacht und manche Wunschvorstellung über den Haufen geworfen werden. Es ist immer besser, die Pflanzenauswahl den Standortbedingungen anzupassen. Umgekehrt ist das Gärtnern zwar auch möglich, aber mit viel Arbeit verbunden. Im schweren Boden, vielleicht noch von Staunässe bedroht, wird der Lavendel nichts werden. Anstatt also den Boden auszutauschen, sollte man die „Lavendelei“ sein lassen und alternativ zum Beispiel einen Ysop pflanzen. Auch die schönste Funkie wird nichts, wenn der Platz vollsonnig beschienen wird. Keine Chance, hier etwas zu ändern, denn das Licht fällt nun mal, wie es fällt. Die Funkie muss also woanders hin. Und dort, wo man sie sich gewünscht hätte, braucht’s ein Sonnenkind wie etwa Rudbeckia-Sonnenhut oder andere Prachtstauden. Das ist zwar eine im Vergleich zur Funkie komplett andere Art, aber wer Kompromisse eingeht, muss bisweilen völlig neue Wege beschreiten. Das ist ja auch reizvoll.

Denn der Reiz liegt im Ungeplanten! Wer offen ist, seine Pläne spontan zu ändern, wer sich verführen lässt von anderen Pflanzenentdeckungen, der wird zu einem guten Ergebnis kommen. Bisweilen ergeben sich erst durch Alternativpflanzen neue Perspektiven. Man versucht es plötzlich mit Pflanzen, die man noch nie im eigenen Garten hatte.

Und dann: pflanzen bitte! Stauden werden flächig gesetzt. Der für sie vorgesehene Platz wird in einer Tiefe von etwa 20 Zentimetern gelockert. Bei Gehölzen mit Wurzelballen muss der Spaten noch tiefer gesetzt werden. Das Pflanzloch sollte so groß sein, damit noch Kompost oder gute Pflanzerde eingearbeitet werden kann. Je lockerer der Boden ist, desto leichter können sich die Wurzeln entwickeln und ausbreiten.



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