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Die perfekte Verschmelzung von E- und U-Musik

„Night Of The Proms“ begeistert 9000 Fans in der ausverkauften TUI Arena

Eine Balladen-Göttin, eine Reibeisenstimme mit Weltformat, ein begnadeter Singer/Songwriter, eine hoffnungsvolle deutsche Sängerin, eine Akkordeon-Virtuosin und ein Musiker, der mit seinem Hit „Music“ das Publikum noch immer zu Begeisterungsstürmen hinreißt – bestens in Szene gesetzt durch das fantastische Orchester Il Novecento und dem Chor Fine Fleur.

Auch nach fast 30 Jahren ist die „Night Of The Proms“ noch immer ein Publikumsmagnet, der die Massen scharenweise in die Konzert-Arenen lockt. Dabei gelingt es der Konzertreihe E- und U-Musik perfekt und stilvoll miteinander zu verschmelzen. Die musikalische Vielseitigkeit und die angenehm entspannte Atmosphäre machen die Night Of The Proms zu einem Konzerterlebnis der besonderen Art.

Ob Anzug, Frack, Jeans oder Abendkleid – eine vorgeschriebene Kleiderordnung gab es beim populärsten Klassik/Pop-Event Europas bis dato noch nicht. Auch vorgestern tanzte, sang und schunkelte man gemeinsam in der TUI Arena, feierte zusammen mit Künstlern wie Katie Melua, Zucchero, Madeline Juno, Marlon Roudette, John Miles und Ksenija Sidorova eine gelungene vorweihnachtliche Party.

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Während draußen die ersten Hagelschauer für Unbehagen unter den parkplatzsuchenden Autofahrern sorgen, startet das Orchester Il Novecento und der Chor Fine Fleur mit der „Night Of The Proms“-Ouvertüre in einen stimmungsvollen Abend.

Wenig später nimmt die hübsche Akkordeon-Virtuosin Ksenija Sidorova mitten in der Arena auf einem Hocker Platz und spielt mit Astor Piazollas „Libertango“ einen der wohl bekanntesten Tango aller Zeiten. Im zweiten Teil überzeugt die Lettin im feuerroten Abendkleid bei ihrer Interpretation von „Carmen’s Spiel“ aus der Oper Carmen von Georges Bizet. Zudem unterstützt sie mit ihrem Akkordeon Katie Melua bei „9 Million Bycycles“.

Sie erinnert etwas an Frankreichs ehemalige First Lady Carla Bruni – Madeline Juno, deren Debütsingle „Error“ es in diesem Jahr immerhin auf den Soundtrack des Kinohits „Fack You, Göhte“ schaffte. „Ein Novum mit einer tollen Stimme. „Als die Night Of The Proms 1994 in Deutschland ihr Debüt feierte, war sie noch gar nicht geboren“, verriet Moderator Uwe Bahn den Konzertbesuchern, die Deutschlands hoffnungsvolle Singer-Songwriterin mit lautem Beifall begrüßen. „Ich bin so glücklich hier zu sein, habe immer ganz wacklige Beine, wenn ich vor so einem exzellenten Orchester meine Hits performen darf“, freut sich die 19-Jährige.

Im Scheinwerferlicht erscheint plötzlich Marlon Roudette, der an der jamaikanischen Steel Drum seinen Opener „When The Beat Drops Out“ performt. Es beginnt die Belebung des Innenraumes – Zuschauer springen begeistert von ihren Sitzen auf und stürmen zur Bühne, als Roudette mit Gitarre seinen bekanntesten Hit „New Age“ anstimmt.

Der stimmgewaltige John Miles beweist einmal mehr bei „Bohemian Rhapsody“, dass er nicht nur auf dem Klavier, sondern auch auf der E-Gitarre eine Klasse für sich ist. Wie bei jeder „Night Of The Proms“ gibt es als Zuschlag dann noch die Hymne „Music“.

Der heimliche Publikumsliebling Patrick de Smet läutet mit der Ouvertüre „Diebische Elster“ die zweite Halbzeit ein, die mit Katie Melua zunächst etwas schleppend Fahrt aufnimmt. Sie eröffnet ihren Part mit dem Welthit „Closest Thing To Crazy“. Rockig wird es bei „God On Drums“, bevor sie mit „9 Million Bicycles“ ihren wohl bekanntesten Hit singt – die Arena tobt.

Im Spotlight wird Superstar Zuccero auf einem roten Samtsessel auf die Bühne gefahren, beginnt seine Performance mit „All Fine“. Zu „Senza Una Donna“ rockt er mit Gitarrist Arnold van Dongen und beim Duett „Miserere“ wird der verstorbene Tenor Luciano Pavarotti über die Videoleinwand zugespielt. Zum Schluss präsentieren sich noch einmal alle Künstler und singen gemeinsam den Beatles-Klassiker „Let It Be“.

Nach dem Motto „The Show Must Go On“, können sich die Fans schon auf die nächste „Night Of The Proms“ freuen. Die findet am 3. Dezember 2015 um 20 Uhr wieder in der TUI Arena statt. Das Programm wird im Frühjahr 2015 bekannt gegeben. Karten: NDZ 05041/78910

Zucchero ließ es bei „Diavolo In Me“ ordentlich rocken.

Weltklasse-Akkordeonistin Ksenija Sidorova bei „Adios Nonio“




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