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Nach elf Monaten Aus für Diskothek

Die Party ist vorbei: Phoenix Parc macht dicht

Bad Nenndorf (rwe). Die Party ist vorbei. Betreiber Maziyar Khatabaksh hat die Diskothek Phoenix Parc an der Bückethaler Landwehr in Bad Nenndorf geschlossen. 300 000 Euro Verlust hat er nach eigenen Worten in den vergangenen elf Monaten gemacht. Ganz am Ende ist er aber nicht. Der Phoenix Parc soll im September wiederöffnen, dann aber am Raschplatz hinter dem Hauptbahnhof in Hannover.

Mit einer Prise Galgenhumor lässt sich jedes Ereignis feiern. Am letzten Tag in Bad Nenndorf lud Betreiber Maziyar Khatabaksh zum "Grand Closing" in den Phoenix Parc ein, fast auf den Tag genau elf Monate nach dem "Grand Opening" im September 2007. Die Abschiedsparty sei ein Erfolg gewesen, sagt der Gastronom. "Wir haben nocheinmal eine tolle Show gemacht." 1800 Gäste kamen demnach, um 3.30 Uhr waren die letzten Vorräte leergetrunken. So viel Zuspruch hätte sich Khatabaksh auch in den Monaten davor gewünscht. Doch freitags kamen 300 bis 400 Besucher, sonnabends 500 bis 600. Zu wenig für die immerhin 2000 Quadratmeter große Diskothek. Nur zu besonderen Programmen wie den Popnächten, "All-inklusive-Abenden" oder dem Geburtstag des PartykönigsMichael Ammer füllte sich die Hütte. Doch diese Aktionen sind kostspielig, nach Worten des Betreibers schlugen der zusätzliche Aufwand dafür mit jeweils 8000 bis 10 000 Euro zu Buche. Khatabaksh macht für das Scheitern mehrere Faktoren verantwortlich. Einer sei der Standort in Bad Nenndorf. Die hohen Benzinkosten schreckten ab, zudem die nächtlichen Schwerpunktkontrollen der Polizei. "Einer im Freundeskreis muss als Fahrer immer nüchtern bleiben." Aber auch über die örtlichen Behörden ärgerte sich der Hannoveraner. So habe das Gesundheitsamt wöchentlich eine Wasserprobe gefordert, auf die Genehmigung für seinen Strandzone im Außenbereich musste er lange warten. "Wir haben den Laden sauber geführt. Es gab keine Schlägereien und keine Drogenprobleme." Er hätte sich daher "etwasmehr Kooperationsbereitschaft" seitens der Kommune und das Landkreises gewünscht. Er bedauert, dass die Jugendlichen in Bad Nenndorf keinen Anlaufpunkt mehr haben. "Wir haben unser Inventar ausgebaut. Dort gibt es keine Disko mehr", glaubt Khatabaksh, der sich allerdings mit seinem Vermieter noch nicht über die Auflösung des Mietvertrages verständigt hat. Das hindert ihn nicht daran, mit dem gleichen Konzept an einem anderen Ort weiter zu machen. Am Raschplatz in Hannover will er seinen Phoenix Parc neu eröffnen, dort dürfen die Leute dann auf 1800 Quadratmetern feiern. Er rechnet mit großem Interesse. "Wir sind direkt im Nachtleben, mitten im Bermudadreieck." Die Lage hinter dem Hauptbahnhof sei ideal. Khatabaksh: "Niemand muss mit dem Auto anreisen." Seinen Gästen aus Bad Nenndorf und Barsinghausen verspricht sogar einen "Shuttleservice" nach Hannover. Einen Eröffnungstermin hat er auch schon. Am 19. September soll der Phoenix Parc in Hannover öffnen: Dann heißt es wieder "Grand Opening".




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