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Ortswehr Köningsförde-Selxen feiert Gründungsfest nach der Fusion

Die neue Ortswehr „Köxen“

KÖNIGSFÖRDE/SELXEN. Die Ortsfeuerwehren Königsförde und Selxen haben darum gekämpft, als es darum ging, auch in Zukunft innerhalb der Gemeindefeuerwehr Aerzen einsatzfähig zu bleiben.

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Autor

Sabine Brakhan Reporterin

Die Lösung: Die beiden kleinen Nachbar-Ortswehren, die räumlich und traditionell bereits seit langem verbunden sind, haben zum 1. April offiziell fusioniert und konnten nun, angesichts des abgewendeten Aus, am vergangenen Wochenende ausgelassen Jubiläum, Gründung, und Midsommer feiern.

Im Anschluss an die Liveübertragung des Fußballspiels nahm in der Festscheune in Königsförde die Party zum 85-jährigen Bestehen der Feuerwehr Königsförde und zur Gründung der gemeinsamen Wehr richtig Fahrt auf. 85 Jahre Brandschutz in Königsförde – Selxen kann bereits auf 93 Jahre Freiwillige Feuerwehr zurückblicken – und 84 Tage Bestehen der ersten fusionierten Ortswehr im gesamten Landkreis Hameln-Pyrmont, wenn das kein Grund zum Feiern im Kreis von rund 300 Gästen ist.

In Brandschützerkreisen spricht man bereits von der Ortswehr „Köxen“, doch so schnell wie eine Verschmelzung zweier Ortsnamen im Sprachgebrauch erfolgen kann, geht es in der Realität mit zwei Ortswehren nicht. Das war dann auch aus dem Rückblick des gemeinsamen Kommandos und den Grußworten der Gäste herauszuhören. Ein ganzes Stück Arbeit und Zusammenwachsen liegt bereits hinter den beiden ehemals eigenständigen Ortswehren, manches wird die Zukunft erst noch mit sich bringen oder auch nicht: So bleiben die beiden Standorte Königsförde und Selxen zwar erhalten, das einzige langfristig verbleibende Einsatzfahrzeug wird aber in Königsförde stationiert werden, wie Ortsbrandmeister Carsten Uthe berichtet. Die Planungen sehen vor, sollte das TSF in Selxen außer Dienst gestellt werden, wird es lediglich durch einen Mannschaftstransportwagen ersetzt. „Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, dann ist es nötig, dass sich alles verändert.“ – Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner bemühte ein Zitat von Giuseppe Tomasi di Lampedusa, um deutlich zu machen, dass auch wenn sich Rahmenbedingungen ändern, Verbundenheit und Gemeinschaft durchaus eine Chance haben, bestehen zu bleiben. „Im Grunde beginnt eine neue Zählung“, machte er im positivsten Sinn deutlich. Auch Aerzens Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke betonte, dass dieses Fest, dessen ursprüngliche Planung einmal als Jubiläum begann und dann schließlich in einem Gründungsfest mündete, ein Beweis für die Flexibilität der Feuerwehr darstellt. Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke unterstrich in seinem Grußwort, die fusionierte Ortswehr Königsförde-Selxen sei mit gemeinsamer Arbeit in Sachen Ausbildung, Einsätzen und der Vorbereitung von Feiern auf dem richtigen Weg des Zusammenwachsens. Im Rahmen des Jubiläums- und Gründungsfestes wurde Jeanine Carolin Uthe zur Hauptfeuerwehrfrau befördert.




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