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Arbeitskreis legt die ersten Eckpunkte für das Konzept fest / Zuerst wird entkernt - dann gefeiert?

Die neue alte Zehntscheune: Haus für alle Fälle

Stadthagen (jl). Die Zehntscheune soll einmal ein Treffpunkt werden, der vielseitig genutzt wird und der für möglichst viele Menschen offen ist. Ferner soll das Gemäuer im Ensemble mit Nachbargebäuden auf Stadthagen einen stärkeren Akzent als Renaissance-Stadt setzen.

Erst aber müssen die Handwerker ran. Diese Marschrichtung hat der Arbeitskreis Zehntscheune jetzt auf Vorschlag von Bürgermeister Bernd Hellmann und dessen Stab eingeschlagen. Gleich zu Beginn eines Pressegesprächs hat der Bürgermeister klargestellt, dass ganz zuletzt in dem jetzt anlaufenden Diskussions-und Gestaltungsprozess über die Trägerschaft der Zehntscheune gesprochen werden soll. Einen Pflock hat Hellmann schon eingeschlagen: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das als städtischer Regiebetrieb geführt werden wird." Mehr also später. Und klar ist auch, dass die Scheune nicht die Festhalle ersetzen wird, wie es noch vor Monaten zu sein schien. Das Bauamt, aus dem die Vorlage für den vielköpfigen Arbeitskreis kommt, hat sich vereinfacht ausgedrückt Anregungen aus diversen alten Gemäuern geholt, die früher als Scheunen und heute für Kultur und Kommunikation im weitesten Sinn genutzt werden. Die Eckpunkte: Die Scheune in Stadthagen wird etwa 300 Zuschauer auf Stühlen fassen, ähnlich wie der Ratskeller. Genutzt werden sollte sie laut Bürgermeister - und dabei folgt diesem der Arbeitskreis - "multifunktional": Musik, Theater, Lesungen, Aktionen von Künstlern und Gastronomie. Dabei haben die Macher immer die Scheune und deren Nachbarschaft zwischen Schloss und dem Landsberg'schen Hof im Visier - inklusive der Freiflächen. Damit ist nicht nur der Schlosspark gemeint, sondern auch das Gelände unmittelbar neben der Scheune, das heute vorwiegend als Parkplatz genutzt wird. Auf einem Teil davon hat einst im rechten Winkel zur Zehntscheune ein Großviehstall gestanden. Auf dieser Achse könnte sich die Stadtverwaltung nach den Andeutungen ihres Chefs durchaus einen modernen Ergänzungsbau vorstellen, der dem historischen Ensemble gewissermaßen ein neuzeitliches Sahnehäubchen aufsetzen könnte, denn unterm Strich soll die Umgestaltung dieses Quartiers, die auch das jetzige Stadtarchiv neben der Bücherei erfassen könnte, "das Alleinstellungsmerkmal Stadthagens als Stadt der Weserrenaissance stärken". Das heißt: Zehntscheune und Umgebung sollen nicht nur möglichst vielen Bürgern offen stehen, sie sollen auch Touristen anziehen. Auch dieser Punkt bekommt sein Gewicht im Konzept. Als nächstes soll das alte Gemäuer entkernt und bauhistorisch untersucht werden. In dem Rohling, der dann erstmal unbehandelt dasteht, kann nach Einschätzung der Stadt durchaus schon konzertiert oder gefeiert werden. Moderne Logistik soll es möglich machen.




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