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Samtgemeinden für möglichen Wintereinbruch gewappnet: Salzlager sind voll und Schneeschieber einsatzbereit

Die Lage ist entspannt

Samtgemeinden. Während die Menschen an der Ostküste der USA mächtig frösteln, scheint im Schaumburger Land Anfang Januar Frühling zu herrschen. Ob der Landkreis dieses Jahr vom Winter verschont bleibt, ist allerdings sehr fraglich. Die Gemeinden sind aber auf die kalte Jahreszeit vorbereitet.

Autor:

Oliver Nowak, Tina Bonfert und Axel Wagner

„Wir sind froh, wenn die Sonne weiterhin scheint und uns die Plusgrade erhalten bleiben. Dennoch haben wir auch dieses Jahr entsprechende Vorbereitungen getroffen und einen Winterdienstplan erstellt“, sagt Manfred Kesselring, Bürgermeister der Gemeinde Helpsen. Salz sei genügend vorhanden, und Anfang Dezember sei sogar ein neuer Salzstreuer für den Unimog, der in Helpsen als Streuwagen genutzt wird, angeschafft worden. „Das Salzsilo ist gut gefüllt, wir sind ganz entspannt“, heißt es auch von Nienstädts Gemeindedirektorin Sandra Wiechmann.

In Hespe ist ein Lohnunternehmen mit dem Winterdienst beauftragt. Der Landwirt, der für das Salzstreuen und Schieben verantwortlich ist, musste dieses Jahr aber noch nicht ausrücken. Dennoch ist die Gemeinde für einen Wintereinbruch gewappnet. Gemeindebürgermeister Werner Vehling hofft aber, dass der Winter dieses Jahr milder ausfällt: „Im vergangenen Jahr hatten wir nach dem derben Winter leider etliche Schäden an den Straßen zu verzeichnen.“

Für einige Straßen in den Siedlungsgebieten von Seggebruch wurde die Streupflicht aus Naturschutzgründen aufgehoben, wie Bürgermeister Herbert Stahlhut erklärt. Wenn die Lage jedoch allzu kritisch werden sollte, wird der Winterdienst, bei dem für die Gemeinde Seggebruch ein Unternehmen aus Gelldorf zuständig ist, auch dieses Jahr wieder für schneefreie Straßen sorgen.

Die Samtgemeinde Niedernwöhren lagert selbst so gut wie keine Streusalzvorräte ein, sagt Bauhofleiter Reinhard Asche. Lediglich ein paar Eimer, um auf die Schnelle einen Weg abzustreuen, sind vorhanden. Sollten größere Mengen Salz gebraucht werden, würden diese bei der Stadthäger Straßenmeisterei abgeholt, sagt er. Die Gemeinde selbst streue nur die Gelände der Schulen, Turnhallen, Kindergärten und der Verwaltung ab. Zwei Kommunalfahrzeuge stünden den drei Bauhofmitarbeitern dafür zur Verfügung. Für das Räumen und Streuen der Gemeindestraßen habe die Samtgemeinde zwei Unternehmen beauftragt. Diese würden in den frühen Morgenstunden ausrücken, wenn es die Wetterlage erfordere. „Wir sind froh, dass der Winter noch nicht zu uns gekommen ist“, sagt Asche. Dass der Winter jedoch noch kommt, bezweifelt der Bauhofleiter nicht.

Auch in Lindhorst sieht sich die Verwaltung für noch kommende Wintertage gut gerüstet. „Wir sind gut bestückt“, sagt Hugo Ballosch, der Leiter des Baubetriebshofes, im Gespräch mit dieser Zeitung. „Unsere Fahrzeuge warten nur darauf, auszurücken.“ Rund 40 Tonnen Streugut hat die Samtgemeinde für den Fall der Fälle eingelagert, außerdem kann der Baubetriebshof in diesem Jahr erstmals auf einen kleinen Spezialtraktor zurückgreifen, mit dem der Winterdienst vor allem auf Flächen wie der neuen Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof übernommen werden soll. Bislang ist das Gerät allerdings nur zur Probe gemietet.




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