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Rinteln: Gruppe könnte Größe beweisen

Die Koalition der lauten Männer

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Autor

Jakob Gokl Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Sie haben das Kamikaze-Unternehmen also wirklich gewagt. Neben allen sachpolitischen Gründen darf eine Motivation der neuen Gruppe nicht vergessen werden: Jetzt können sie es Rot und Grün endlich heimzahlen.

Sachpolitisch fühlte sich die bisherige Opposition nicht ernstgenommen. Dabei stammten viele wichtige Vorschläge aus ihrer Feder, siehe Schulentwicklung. SPD und Grüne hatten mit Bürgermeister und Verwaltung alle Trümpfe in der Hand und ließen das die Opposition auch mal spüren. Persönliche Angriffe beider Seiten vertieften die Gräben. Einst trat der heutige WGS-Vorsitzende Neuhäuser wutentbrannt als SPD-Vorsitzender zurück und in die WGS ein.

Um sich Gehör zu verschaffen, wurde die Opposition immer lauter und polemischer. Dass einst nach Dagmar König (CDU) nicht ein weiterer CDU-Politiker, sondern Heiner Bartling (SPD) als Ratsvorsitzender gewählt wurde, sehen sie immer noch als Affront.

Der Wähler hat CDU, WGS und FDP die Möglichkeit gegeben, vieles besser zu machen. Sie können jetzt einen neuen politischen Stil einziehen lassen. Einen Stil, der die politische Minderheit mit einschließt, und nicht ausschließt. Einen Stil, bei dem eigene Verletzungen jetzt nicht auf gleiche Art vergolten werden. Der neue Stil sollte bei der ersten Sitzung beginnen. Und zwar, indem man zu guter politischer Sitte zurückkehrt und der SPD den Ratsvorsitz überlässt. Auch wenn sie es damals nicht tat. Als ein Zeichen des guten Willens.



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