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Kameraden aus Bessinghausen freuen sich über die Anerkennung ihrer Leistungen

„Die kleine Wehr hat viel geschafft“

Bessinghausen. Das herausragendste Ereignis im letzten Jahr für die Bessinghausener Feuerwehr war die Feier anlässlich des 80-jährigen Bestehens. Ortsbrandmeister Heino Linke bilanzierte in der Jahreshauptversammlung: „Es war ein großer Aufwand und erforderte einen hohen Einsatz, doch es ist genau so verlaufen, wie wir es erwartet hatten und die Gallischen Spiele waren erfolgreich.“ Zudem habe die Übergabe des Fahrzeugs und der Tragkraftspritze gezeigt, dass auch die kleinen Wehren erhalten bleiben. Der langjährige Ortsbrandmeister Wilfried Rennemann wurde zum Ehrenortsbrandmeister ernannt.

Der stellvertretende Ortsbrandmeister Detlef Brockmann berichtete von den insgesamt 1394 Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Bei einer Übung eines angenommenen Scheunenbrandes wurde festgestellt, dass die geforderte Löschwassermenge nicht zur Verfügung steht. Deshalb soll eine Druckerhöhung im Bereich Bessinghausen erfolgen. Ebenso wurden Übungen mit Wehren im Ilsetal durchgeführt.

In Eigenarbeit gestalteten die Feuerwehrleute den Zugang zur Küche und zum Tresen in ihrem Feuerwehrhaus neu. In diesem Jahr sollen die Toiletten renoviert werden, kündigte Brockmann an.

Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Frank Melde gab einen Überblick auf die Einsätze der Gemeindefeuerwehr. Sie wurde insgesamt zu 85 Einsätzen gerufen, davon 36 Brandeinsätze und 49 technische Hilfeleistungen. Besonders erfreulich war, dass die Truppmann-Ausbildung I und II mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen wurde. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister zeigte sich angesichts der teilweisen unzureichenden Fitness der Atemschutzgeräteträger bei einer Heißausbildung im Brandsimulationscontainer erschreckt. Melde kündigte an, dass Schulungen stattfinden sollen. Bürgermeister Andreas Grossmann lobte das Jubiläum. „Ich war gern dabei und es war ein tolles Fest.“ In seiner Ansprache räumte der Bürgermeister ein, dass die Druckerhöhung ein Jahr später wirksam wird. Sehr angetan zeigte er sich über die Renovierung. „Die kleine Wehr hat viel geschafft“, würdigte der Bürgermeister das Engagement. Der Bürgermeister ging erneut auf die „Unabweisbarkeit“ von Investitionen der Gemeinde ein, die auch die Feuerwehr betreffe. So wurden jedes Jahr die Mittel für eine neue Tragkraftspritze eingestellt. Auch der Ortsbürgermeister und Vorsitzende des Ausschusses für Ordnung, Liegenschaften, Brandschutz und Bauen (AOLBB), Rolf Keller, zollte den Organisatoren des Festes seinen Respekt. Vor dem Hintergrund, dass viele Mitglieder aus anderen Emmerthaler Ortsteilen der Bessinghausener Wehr angehören, sagte Keller: „So wächst es zusammen.“ Im Bezug auf den Feuerwehrbedarfsplan sprach sich der Vorsitzende dafür aus, dass sich die Ortsbrandmeister und ihre Stellvertreter aufgrund ihrer Ortskenntnis mit einsetzen sollten. Auch die Feuerwehren sollten den Plan mitgestalten und gefragt werden, damit sie mit Aufgaben betraut werden können. Zudem warf Rolf Keller die Frage auf, ob genügend Löschmittel zur Verfügung stehen. Der Ehren-Gemeindebrandmeister Friedrich-Wilhelm Böhning begrüßte es, dass die kleinen Wehren zusammenarbeiten.

Für ihre 25-jährige aktive Mitgliedschaft erhielten Holger Böhning, Detlef Brockmann, Jörg Grote und Heino Linke jeweils das Ehrenzeichen. Vom stellvertretenden Gemeindebrandmeister Frank Melde erhielt Detlef Brockmann seine Beförderung zum Hauptlöschmeister und Rolf Keller nahm seine zum Ersten Hauptfeuerwehrmann an. Das Rangabzeichen zum Hauptfeuerwehrmann übergab Frank Melde an Holger Böhning, Jörg Grote und Martin Otto.ubo




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