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Gespräche zur Zukunft des Laurentius-Friedhofs münden in Vereinbarung bis Ende 2012

Die kleine Lösung verschafft den Parteien Zeit

Bad Münder (jhr). Noch nicht der große Wurf – aber immerhin eine Verständigung auf einen weiteren gemeinsamen Weg: Kirchenvorstand, Stadtverwaltung und Politik einigten sich jetzt im Gespräch zur Zukunft des Laurentiusfriedhofs auf eine Vereinbarung, die bis Ende 2012 laufen soll. Der Kern des Vertrages: Sowohl Kirche als auch Stadt bleiben in der Pflicht, eine Sperrung des Areal ist zunächst vom Tisch.

Der Laurentiusfriedhof im Herzen von Bad Münder.  Foto: jhr

Rund eineinhalb Jahre haben beide Seiten nun Zeit, eine tragfähige Lösung zu erarbeiten – und sie auch auf ein solides Fundament zu stellen. Wesentlicher Bestandteil dabei: Sowohl die zuständigen kirchlichen als auch die staatlichen Denkmalschutz-Stellen sollen sich konkret zu ihren Vorstellungen bezüglich des bis vor 110 Jahren als Friedhof genutzten Areals äußern. Hohe alte Bäume, eine 140 Meter lange Mauer, alte Grabsteine und auch mehrere Grüfte gehören zu den besonderen Merkmalen, die das parkähnliche Areal kennzeichnen. Gerade diese Merkmale sind es aber auch, die Stadt und Kirchengemeinde Schwierigkeiten bereiten – beide Seiten versichern sich gegenseitig, kein Geld für den Unterhalt des Geländes und Sicherungsmaßnahmen zu haben. Verständigt haben sich Stadt und Kirche jetzt auch darauf, die Kosten zu reduzieren. Um eine Grundlage für folgende Gespräche zu haben, sollen die Kosten dokumentiert werden. „Das entspricht dem mehrheitlichen Wunsch der kommunalpolitischen Vertreter“, sagt Karl-Heinz Knigge vom Referat Stadtentwicklung.

In den kommenden Wochen und Monaten sollen entsprechend auch unorthodoxe Möglichkeiten zumindest durchgespielt werden – beispielsweise soll geprüft werden, ob auf dem vorderen Teil des Friedhofs an der Langen Straße ein oder zwei Bauplätze entstehen können, berichtet die Kirchenvorstandsvorsitzende Margret Luther. Der Verkauf könnte zweckgebunden für die Pflege des Friedhofs verwendet werden. Luther wie auch Ortsbürgermeisterin Petra Joumaah werten die Vereinbarung, die bis Ende 2012 gelten soll, als Möglichkeit, in der festgefahrenen Situation Zeit für eine Lösungsfindung zu gewinnen. „Hoffentlich entwickelt sich daraus ein anständiger Vertrag, den beide Seiten unterschreiben können, der alle Rechte und Pflichten bis ins Detail regelt“, sagt Joumaah. Für sie wichtig: „Wir müssen alles daran setzen, die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Petri-Pauli-Kirchengemeinde nicht zu gefährden.“



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