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Die KGS im Handy-Format

Bad Münder. Seit dem Sommer verwendet die KGS Bad Münder das interne Kommunikationssystem IServe. Damit haben sowohl Lehrer als auch Schüler schnellen Zugriff auf allerhand Informationen, die die Schule betreffen, und können auch miteinander kommunizieren. So praktisch, wie das System ist, so unhandlich ist es auf dem Smartphone zu nutzen – zumindest bis vor Kurzem. Der 17-jährige Christian Sievers hat eine App entwickelt, die mit einem Tastendruck alle nützlichen Funktionen von IServe auf den Handy-Bildschirm holt.

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Wochenlang hat der Zehntklässler an der Entwicklung gearbeitet. Beigebracht hat er sich alles selbst, aber ein Neuling ist er auf diesem Gebiet nicht. „Seit fünf Jahren betreibe ich schon meine eigenen Internetseiten“, so der 17-Jährige. Nachdem die App, die anfangs nur für ihn und seine Freunde gedacht war, fertig war, entschied sich Sievers, seine Arbeit der Schulleitung vorzustellen.

Anhand einer Power-Point-Präsentation stellte er alle Funktionen vor: Von der Homepage der Schule werden aktuelle Informationen direkt in die „Schul News“ der App importiert, genauso wie der virtuelle Kalender und Klausuren- und Vertretungsplan für den aktuellen und den morgigen Tag. Mit einem Klick auf den Mensaplan sehen Schüler, ob sie in der KGS essen wollen oder der Speiseplan an diesem Tag nicht ihren Wünschen entspricht.

Der Zehntklässler überzeugte die Schulleitungsrunde, sodass sich das Kollegium einig war, die Kosten für das Projekt zu tragen. Und der Erfolg gibt dem jungen Programmierer recht: Rund 250 Schüler haben sich die App bereits runtergeladen, auf der Schul-Homepage wird dafür geworben, die Apple-Version soll in den nächsten zwei Wochen erscheinen.

Doch damit ist das Thema für den 17-Jährigen noch nicht abgeschlossen. Ständig arbeitet er an Verbesserungen. Über eine Umfrage-Funktion möchte er von den Nutzern erfahren, was er anders machen kann. So funktioniert etwa die Chat-Funktion, über die jede Klasse intern miteinander kommunizieren kann, bisher nur über die Anmeldung auf der KGS-Homepage. „Für dieses Problem habe ich noch keine Lösung gefunden“, so Sievers. Bis zu seinem Abschluss im Sommer hat er dafür ja noch etwas Zeit. Für danach sucht er einen Ausbildungsplatz als Programmierer oder Web-Designer.col



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