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Dirk Pieper will seine Erfahrungen nun gern weitergeben / Nach schwerem Arbeitsunfall im Rollstuhl

Die Hilfe anderer wusste er stets zu schätzen

Diedersen/Coppenbrügge (sto). Seit einem schweren Arbeitsunfall 1996 ist Dirk Pieper auf den Rollstuhl angewiesen. Durch den eigenen Lebensmut und mit Unterstützung seiner Familie sowie seiner Freunde gelang es ihm, sein so plötzlich verändertes Leben in den Griff zu bekommen und den Alltag zu meistern. Die Hilfe anderer, in welcher Form auch immer, hat er zu schätzen gelernt.

Seine Erfahrungen möchte der 42-Jährige nun an andere Menschen mit Behinderung weitergeben, sich mit ihnen austauschen und sie mit seinem Rat unterstützen. Pieper ist Mitglied in dem kürzlich gegründeten Behindertenbeirat des Landkreises Hameln-Pyrmont und Ansprechpartner im Flecken Coppenbrügge.

Als Stellvertreter fungiert Horst Wollenberg, der Vorsitzende des Coppenbrügger Seniorenbeirats. „Unser Gremium und Herr Pieper werden zusammenarbeiten, weil wir das für effektiver halten“, erläuterte Wollenberg auch den Mitgliedern des Seniorenbeirats. Welche Aufgaben dadurch auf beide zukommen, müsse abgewartet werden, handele es sich doch um ein neues Amt, für das noch keine Erfahrungen aus der Vergangenheit vorliegen.

Hans-Ulrich Peschka hofft, dass der Behindertenbeirat in Coppenbrügge auf gute Resonanz stößt. „Dirk Pieper hat eine wichtige Aufgabe übernommen“, so der Gemeindebürgermeister.

Dirk Pieper wird willkommen geheißen vom Seniorenbeiratsvorsitzenden Horst Wollenberg und Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka.

Sein neues Amt übt Pieper unentgeltlich aus. Ehrenamtliche Arbeit ist dem Diederser als Kassenwart der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr seit vielen Jahren bekannt. Er freue sich auf seinen neuen Posten. „Gern opfere ich dafür meine Freizeit, denn ich möchte Menschen mit Behinderungen mit meinem Rat helfen, egal, wie alt sie sind“, betont Pieper. Ein guter Rat könne den Lebensmut und die Lebensfreude stärken.

Wenn Pieper mit seinem Rollstuhl oder als Selbstfahrer im Auto unterwegs ist, ärgert er sich ab und zu über einige Dinge. „Über zu hohe Bordsteine und Treppenstufen sowie über Menschen, die die Parkplätze für Behinderte in Anspruch nehmen, obwohl sie selbst nicht behindert sind“, zählt er auf. Auch solche Ärgernisse könnten beispielsweise Gesprächsthema zwischen ihm und den Leuten sein, die sich Rat suchend an ihn wenden.

Pieper ist zu erreichen unter der Telefonnummer 05159/6271.

Dirk Pieper ist in seinem Rollstuhl unterwegs, den er mit einem Ziehgerät ausgestattet hat, um sich das Fortkommen zu erleichtern.

Fotos: sto




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