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Live on stage: Bluesgarage/Isernhagen am 29. September

Die Hamburg Blues Band feiert 30-jähriges Bühnenjubiläum

Wohl kaum eine Band ist so vollgespickt mit Ausnahme-Musikern wie die Hamburg Blues Band. Heute bilden Shouter Gert Lange, Bassist Michael Becker und Drummer Hans Wallbaum die Basisband, zusätzlich wird der Sound der „Stammspieler“ auf Tourneen noch durch handverlesene Musiker veredelt. Zu dem Trio gesellte sich noch Clem Clempson (Colosseum und früher Humble Pie), den man zusammen mit Keyboarder Adrian Askew eigentlich mehr oder weniger zur Stammbesetzung zählen kann.

Bereits 1983 wurde die Formation von Sänger Gert Lange und dem Saxofonisten Dick Heckstall-Smith gegründet. Begonnen hatte letztendlich aber alles im damaligen „Onkel Pö“ in Hamburg, wo nach den eigentlichen Auftritten bekannter Künstler noch so genannte „Midnight Sessions“ mit den unterschiedlichsten Musikern stattfanden. Komplettiert wurde die Band damals durch den Schlagzeuger „Stretch“ (Ex-Meters), dem heutigen Rattles-Gitarristen Manne Kraski und Bassist Daryl van Raalte (Ex-Eric-Burdon-Band). Später stieß Keyboarder Dave Moore dazu.

Obwohl die Band in den 80ern quer durch Germany tourte, erschien erst nach sieben Jahren das Blues-Album „Live – feat. Dick Heckstall-Smith“, das zwar schon 1982 im Hamburger „Logo“ mit dem damaligen Band-Recording-Mobil-Studio aufgenommen, aber durch die damals herrschende Blues-Flaute erst 1989 veröffentlicht wurde. Nach drei weiteren Alben verstarb kurz vor dem Erscheinen des Livealbums „On The Edge Of A Knife“ 2004 Dick Heckstall-Smith und hinterließ eine große Lücke in der Band.

Im Rahmen ihrer diesjährigen 30th-Anniversary-Tour konnte man mit Pete Brown, Miller Anderson und Maggie Bell drei weitere Aushängeschilder der Blues & Rock-Szene gewinnen. Allen voran Gitarrist und Sänger Miller Anderson, der seinen musikalischen Ritterschlag bereits 1969 bekam, als er als Mitglied der Keef Hartley Band in Woodstock auftrat. Ob Savoy Brown, T. Rex, Donovan, Mick Taylor oder Spencer Davis – sie alle profitierten bis dato von den grandiosen Saitenkünsten eines Miller Anderson. Als das Gitarrengenie Leslie West von Mountain rief, griff der Schotte sogar zum Bass und bewies, dass er auch am Viersaiter eine Klasse für sich ist.

Maggie Bell wurde in der 70ern mit ihrer Band „Stone The Crows“ als die britische Antwort auf Janis Joplin gefeiert. Die Band veröffentlichte zwischen 1970 und 1972 vier Alben, löste sich jedoch 1973 auf, nachdem Gründungsmitglied Leslie Harvey im Jahr davor durch einen elektrischen Schlag ums Leben gekommen war. In der darauf folgenden Zeit arbeitete die begnadete Sängerin unter anderem mit Rod Stewart, Jimmy Page und Eric Burdon zusammen. 2007 luden sie Robert Plant, Jimmy Page und John Paul Jones als Gastsängerin zu dem legendären Led- Zeppelin-Reunion-Konzert in London ein.

Pete Brown war in den 60er Jahren ein wichtiger Katalysator für die britische Rockszene und war federführend für die Cream-Kompositionen „Sunshine Of Your Love“, „White Room“ und „Politican“. 2005 wurden Jack Bruce und Pete Brown von BMI mit dem „Million Airs Award” für zwei Millionen Radioeinsätze von „White Room” in den USA ausgezeichnet.

Ohne Zweifel wird dieses Konzert der Hamburg Blues Band zu den Highlights 2012 in der Bluesgarage gehören.

Showtime: 29. September, 21 Uhr. Karten: www. bluesgarage.de.




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