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„Die Grenze überschritten“: Keil kritisiert Windkraftgegner

BAD MÜNDER. „Ein menschenverachtendes Verhalten aller Verantwortlichen“ seien die Windkraft-Planungen – und „die Ermordung des Sünteltals in seiner jetzigen Form“. Diese Formulierungen von Egbert Gelfert, Fraktionsvorsitzender der Wählergruppe Hülseder Gegenwind, sorgen nun bei einem dieser Verantwortlichen für Unmut.

Uwe-Peter Keil
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

SPD-Ratsherr Uwe-Peter Keil, Vorsitzender des zuständigen Planungsausschusses spricht von „einer Grenze, die hier absolut überschritten wurde“.

Gelfert hatte seine Kritik am Montag bei einem Termin geäußert, bei der die Initiative, die auch zwei Plätze im Hülseder Rat hat, Unterschriften gegen die Pläne bei Eimbeckhausen (und an der Grenze zu Hülsede) übergab.

Er habe „vollen Respekt“ vor allen, die sich für ihre Umwelt engagierten, sagt Keil. Doch von Gelferts Worten fühle er sich „persönlich verunglimpft. Das hat mich zutiefst getroffen“. Die Verantwortlichen des „Hülseder Gegenwinds“ engagieren sich schon länger gegen die Pläne, das bestehende Windkraftgebiet um zwei Räder auszuweiten. Vertreter der Gruppe besuchen regelmäßig auch in Bad Münder Sitzungen, um ihre Ablehnung und ihre Kritik zu verdeutlichen: Sie fürchten etwa Eingriffe in die Natur und Folgen für die Menschen, die in der Umgebung leben. Ein weiterer Punkt: Wie andere Kommunen auch legt Bad Münder die gesetzlich erforderlichen Windkraftflächen eher an den Rand des eigenen Stadtgebiets – zulasten der direkten Nachbarkommunen, die zwar protestieren können – in der Regel aber nichts dagegen tun.

Keil weiß um das Dilemma: Niemand schreie in der münderschen Politik „Hurra“ und freue sich über die Windräder – man sehe sich aber durch gesetzliche Vorschriften gezwungen, Flächen auszuweisen. Mache man sich damit rechtlich angreifbar, drohe eine Situation, in der man nirgendwo Anlagen verhindern könne: „Ein Modell, mit dem alle zufrieden sind, werden wir nicht finden.“ Im Gegenteil: Er sei sich bewusst, dass nicht nur die Bürger gegen die Pläne vorgehen könnten, sondern auch die Investoren, die sich deutlich mehr Flächen gewünscht hätten. Bei aller Meinungsverschiedenheit seien Gelferts Äußerungen „ein Niveau, auf das ich mich nicht herabbegeben möchte“, sagt SPD-Mann Keil.



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