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90 Abiturienten am Albert-Einstein-Gymnasium feierlich verabschiedet

„Die Götter verlassen den Olymp“

HAMELN. Das war´s mit der Schulzeit!

Cord Wilhelm Kiel

Autor

Cord-Wilhelm Kiel Reporter

Für den Abiturjahrgang 2018 des Albert-Einstein-Gymnasiums heißt es seit dem vergangenen Wochenende: „Die Schule ist aus“. Oder – um beim Motto des Jahrgangs zu bleiben: „Abi-Kropolis 2018 – die Götter verlassen den Olymp.“ Insgesamt 90 erleichterte Schüler bekamen am Freitag ihr Abiturzeugnis von Schulleiter Christian Schmidt überreicht. Am Sonnabend wurde im Gasthof Mittendorf in Buchhagen der Abiball gefeiert. Die Verabschiedung der Abiturienten wurde vom Orchester und von „Einsteins 90´s“, einem Ensemble aus Mitgliedern des Abiturjahrgangs, musikalisch begleitet. Überhaupt war dieser Jahrgang in zweifacher Hinsicht etwas Besonderes: Zum ersten Mal gab es in den Klassenstufen 5 und 6 Bläserklassen, was dazu führte, dass dessen Schüler in den Musikensembles des AEG enorm präsent waren. Zum anderen wurden erstmals Notebookklassen eingerichtet. „Unser Jahrgang war das Versuchskaninchen“, meinten die Jahrgangssprecher Moritz Kügler und Marek Stege in ihrer Abirede, die herrlich witzig in Dialogform gestaltet war und zu den besten Ansprachen gehörte, die bei Abiturentlassungen am AEG gehalten wurden. „Man hat an uns mehr herumexperimentiert als an den Laboräffchen bei VW!“ Die Abiturprüfung dürfte jedenfalls unvergesslich sein – „war es das Herz, das pochte, oder der Presslufthammer von der Baustelle am Schulzentrum Nord“? Solche und andere Bonmots sorgten für zahlreiche Lacher, ohne provozierend zu sein. Schulleiter Christian Schmidt gab den frischgebackenen Abiturienten drei Ratschläge für die Zukunft mit: „Herausforderungen muss man annehmen, aber auch meistern. Machen Sie nicht Egoismus zum Lebensprinzip, sondern soziales Verhalten. Und seien Sie optimistisch und akzeptieren Sie sich so, wie Sie sind, um das Leben positiv zu gestalten“. Als „Mitgift“ bekam jeder Abiturient einen „1-Stein“ zur Erinnerung an die Schulzeit am AEG.

Mit Stolz erwähnte der Oberstudiendirektor, dass es 17 Abiturzeugnisse mit einer „1“ vor dem Komma gebe. „Mit einer Durchschnittsnote von 2,55 wird das AEG auch in diesem Jahr wieder besser als der Landesdurchschnitt sein“, betonte der Schulleiter. Bevor die Abiturzeugnisse ausgehändigt wurden, gab es für besonders gute Leistungen Auszeichnungen. Den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft erhielten Timo Sprecht, Max Turrey, Arian von Blanckenburg und Moritz Kügler. Blanckenburg erhielt ferner eine Auszeichnung in Mathematik, Kügler in Geschichte und Politik-Wirtschaft. Tristan Dewald wurde für besondere Leistungen in Chemie belohnt, Marek Stege in Deutsch. Linus de Vries wurde in zwei Fächern für besondere Leistungen ausgezeichnet, in Latein (mit Laurena Matuschke) und in Erdkunde. Für sein Engagement in der Schülerfirma wurde Noé Steffen da Costa mit einem Buchpreis belohnt. Den „Prix Fenelon“ erhielt Felix Keller.

Für ihr besonderes Engagement in Musik wurden Robert Wiemann, Ramon Bartz, Imke Hemgenberg, Tuan Nguyen, Jülide Elmali, Maike Janßen und Sara Bodrini durch Stephan Koß vom Förderverein prämiert. Preise als Jahrgangssprecher erhielten Thea Brandes, Imke Hemgenberg, Melina Holle, Tuan Nguyen, Léon Tischer und Larissa Wischalka; für besonderes Engagement wurden Hendrik Wahle, Jana Iffländer (Abibuch), Niklas Tiede und Leon Timmermann (Abifilm) ausgezeichnet. Bürgermeister Thomas Meyer-Hermann überreichte Urkunden der Stadt Hameln für die Jahrgangsbesten Arian von Blanckenburg und Max Turrey (Schnitt jeweils 1,2) sowie Tristan Dewald (1,3), Linus de Vries (1,4) und Robert Wiemann (1,5). Für besondere Leistungen im Fach Französisch zeichnete Meyer-Herrmann im Namen der Stadt Felix Keller aus.

Frank Lorenz vom Elternrat bemerkte, dass dieser als einer der wenigen Jahrgänge in Erinnerung bleiben werde, der das „G8“ bewältigt habe. Schülersprecher Hagen Langosch entließ die Abiturienten mit dem Udo-Lindenberg-Zitat „Ich mach´ mein Ding“ als Ratschlag fürs Leben. „Wie kurz dieses sein kann, hat dieses Schuljahr allerdings auch gezeigt“ – damit spielte er, wie schon zuvor Schulleiter Schmidt im Rahmen einer Gedenkminute, auf den Unfalltod des Mit-Abiturienten Albert Hagen an.




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