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Bruder Godehard feiert runden Geburtstag / Empfang am Sonntag

Die Gemeinde gratuliert zum 70.

Bad Münder (ndz). Ein besonderer Geburtstag in der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist: Heute vollendet Bruder Godehard Wolpers, Pfarrer der Gemeinde, sein 70. Lebensjahr. Der gebürtige Hildesheimer wird den Tag mit Verwandten, Freunden und Bekannten sowie Vertretern der Gemeinde in seiner Heimatstadt begehen. Am kommenden Sonntag feiert er diesen besonderen Geburtstag nach dem Gottesdienst mit der Gemeinde im Pfarrheim.

Bruder Godehard Wolpers

Statt persönlicher Geschenke bittet er um Spenden für eine von Schwestern geleitete Schule in Nazareth, an der arabische Jungen und Mädchen gemeinsam eine gute Schulbildung erhalten und den friedlichen Umgang mit jungen Israelis lernen. Ihre Eltern können häufig das Schulgeld nicht aufbringen.

Der begabte Prediger und engagierte Seelsorger genießt weit über seine Gemeinde hinaus auch bei evangelischen Geistlichen eine hohe Wertschätzung. „Ökumenische Begegnung in partnerschaftlichem Geist und Zusammenarbeit über Konfessionsgrenzen hinaus sind ihm ein ganz besonderes Anliegen“, sagt sein Stellvertreter im Pastoralrat, Hermann Wessling.

Mit großer Begeisterung und hoher Sachkunde hat Wolpers viele Jahre Reisegruppen das Geschehen der Bibel an den Originalschauplätzen eindrucksvoll nahegebracht. Wie er in würdiger und einfühlsamer Weise Gottesdienst zu feiern versteht, konnten erst kürzlich zahlreiche Hörer beim Rundfunkgottesdienst miterleben.

Vielseitig und ungewöhnlich ist sein Werdegang: Nach dem Besuch von Volks- und Handelsschule absolvierte er eine Verwaltungslehre und trat mit 21 Jahren der Brüdergemeinschaft der Canisianer in Münster bei. Er studierte von 1962 bis 1965 und unterrichtete als Volksschullehrer bis 1968. Referent für kirchliche Jugendarbeit, Lehrer an einer Heimschule des St. Ansgarwerkes und Sekretär seiner Brüdergemeinschaft waren die nächsten beruflichen Stationen.

Zwischenzeitlich hatte er bereits das Studium der katholischen Theologie an der Ordenshochschule der Franziskaner und Kapuziner in Münster aufgenommen, trat 1978 ins Hildesheimer Priesterseminar und wurde 1979 dort zum Priester geweiht. Nach drei Jahren als Kaplan übernahm er die Leitung der Diözesanstelle für Berufe der Kirche in Hildesheim, wurde dann für sieben Jahre als Spiritual verantwortlich für die geistliche Begleitung der Priesteramtskandidaten und übernahm danach für vier Jahre die Leitung des Exerzitienreferates des Bistums Hildesheim. Von 1993 bis 2005 war er als Gemeinde-Seelsorger in drei verschiedenen Gemeinden Hildesheims tätig.

Als Ende 2004 in Bad Münder überraschend eine Vakanz eintrat, wollte Wolpers – gerade von einer ernsthaften Krankheit weitgehend genesen – eigentlich nur eine halbjährige Vertretung übernehmen. Doch die herzliche Aufnahme in Bad Münder motivierte ihn so sehr, dass er selbst um die Aufhebung der Befristung bat und sich im Februar 2006 auch offiziell als Pfarrer einführen ließ. „Wenn er aus Altersgründen am 30. August seinen Dienst beenden wird, werden die Münderaner ihn, der für sie zum Bruder im Glauben geworden ist, nur schweren Herzens verabschieden“, sagt Wessling.

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