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Interessante Histörchen bei Landsommmer-Tour durch den Kurpark

Die Führung ist wirklich "dufte"!

Bad Eilsen (mig). Wer sich den schmucken Kurpark heute anschaut, mag es gar nicht glauben. "Stinkeplatz" wurde das wunderschöne Areal früher genannt, die ersten Kurgäste des "Sumpfes" waren benachbarte Bauern. Dass der Kurpark seinen Namen auch heute noch "verdient", davon konnten sich die Teilnehmer der Landsommer-Weserberland-Gästeführung an einer der sieben Quellen überzeugen. "Puh, dass riecht hier aber ganz schön", meinte eine Hamelnerin.

Geführt wurde die kleine Gruppe von Wilma Kolbe, die unter dem Titel "Körper, Geist und Seele ... werden erfreut auf einem Spaziergang durch Bad Eilsen" einen interessanten Blick hinter die Kulissen vorbereitet hatte. Vom "Englischen Garten" ging's über den Kurpark bis hin zur Christuskirche, dazu gab's spannende Anekdoten und interessante Histörchen. Wenig bekannt sind vor allem die Anfänge des Eilser Badetourismus im 17. Jahrhundert. "Daran hatten zwei Frauen einen großen Anteil- eine Bäuerin und Fürstin Juliane", so Kolbe. Die Bäuerin litt unter Gelenkschmerzen und kurte ihre Gliedmaßen mit Wasser vom "Platz, wo sich die Schweine suhlen". "Da ist Schwefel drin und der istheilkräftig, es stinkt aber ganz schön", so Kolbe. Als Fürstin Juliane davon hörte, hatten die benachbarten Bauernhöfe schon Wannen für Gäste aufstellen lassen. Juliane ließ ihren Medicus Bodenproben nehmen. Als Ergebnis beschloss sie 1794, Eilsen zum Kurbad zu machen. Nach und nach wurde das Bad überregional bekannt und lockte Prominente zum Promenieren an. Im "Englischen Garten" erinnerte sich Kolbe dann an die eigene Kindheit. "Den ersten englischen Satz, den ich als Sieben-Achtjährige konnte, war ,Have you chocolat?' ", schmunzelt sie. Im heutigen "Englischen Garten" wohnten lange Zeit englische Offiziere und Soldaten, auch ein Speisesaal war dort angesiedelt. "Probleme gab es kaum, weil der Oberbefehlshaber der RAF vorher in Bad Eilsen zur Kur war und den Ort kannte", erzählt Kolbe aus dem Nähkästchen. In den 30er Jahren hatte die Anlage deutschen Lazaretteinheiten als Standort gedient.




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