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Aktion initiiert - Jürgen Harmening geht mit gutem Beispiel voran

Die ersten 5000 Euro sind im Pott

Bückeburg (rc). Jürgen Harmening geht mit gutem Beispiel voran. Für die von ihm initiierte Aktion "Bückeburg - eine Stadt lässt sich typisieren", spendete er jetzt zusammen mit seinem Sohn Frank vom gleichnamigen Ingenieurbüro 5000 Euro. Damit könnten sich die ersten 100 Bückeburger am Sonnabend, 19. April, in der Zeit von 11 bis 16 Uhr im Palais typisieren lassen - wenn sie denn nicht in ihre Geldbörse greifen und ihre Typisierung selbst bezahlen. Denn 50 Euro kostet jede Typisierung; Kosten, die von den Krankenkassen nicht übernommen werden. Fünf Milliliter Blut werden abgenommen, typisiert und in der zentralen Datenbank der DKMS, der Deutschen Knochenmarkspenderdatei, gespeichert.

Noch gibt es viel zu wenig Typisierte, wie Harmening selbst erfahren hat, als er vergangenes Jahr an Leukämie erkrankte. In seinem Fall half eine Chemotherapie, die bei ihm eine sogenannte Vollremission in Gang setze. Anders dagegen bei einem Jugendbetreuer des VfL Bückeburg, der inzwischen mehrere Chemotherapien hinter sich hat. Keine half und auch in der DKMS-Datei fand sich kein Spender. Jürgen Harmening fand in der Zeit seiner Erkrankung große Unterstützung und Solidarität bei den Bückeburgern. "Ich war so überwältigt, dass ich mir geschworen habe, denen zu helfen, die nicht so viel Glück haben wie ich. Ich habe in diversen Kliniken die Verzweifelten gesehen, bei denen die 6. Chemo nicht anschlug und die keinen Knochenmarkspender im Hintergrund haben wie ich mit meinem Bruder." Bei jeder Chemo wird das Immunsystem erheblich geschwächt, wie Harmening sagt. Letztendlich sei bei der Diagnose Leukämie häufig nicht der Blutkrebs die Todesursache, sondern Infekte oder Pilz- und Bakterienbefall: "Darüber kann ich ein Lied singen." Jeder Typisierte könne helfen, dass Chemotherapien nicht nötig sind: "Jeder Bückeburger kann zum Lebensretter werden."




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