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Im künftigen Hochgebirgsgarten werden 100 Tonnen Gestein aufgeschichtet

Die dicksten Brocken im "Alpinum" stammen aus dem Wesergebirge

Derzeit ist der Bauhof der Gemeinde Bad Eilsen dabei, Erde zwischen das Gestein zu karren, das Gros davon in kräftezehrender Handarbeit. Bad Eilsen (tw). "Das Wetter", sagt Bauhofleiter Bertram Meier mit einem Blick gen Himmel, "hat bislang mitgespielt. In etwa 14 Tagen müssten wir's geschafft haben." Tatsächlich: Wo sich am Eingang zum Kurpark, direkt neben der früheren Kurdirektoren-Villa, noch vor kurzem eine Rasenfläche erstreckte, türmen sich jetzt Sandstein-Findlinge aus dem Steinbruch Steinbergen. Das von der Gemeinde nach einer Idee von Meier geplante "Alpinum" nimmt auf einer Grundfläche von 250 Quadratmetern Gestalt an.

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"Ein 20 Tonnen-Bagger der Firma Vehling hat für den Alpengarten etwa 100 Tonnen Gestein aufgeschichtet", berichtet der Bauhofleiter; transportiert hat die Brocken Nils Steinmeier, Fuhrunternehmer aus Luhden. Die Fläche, auf der sich der Koloss bewegte, musste erst verdichtet werden - sonst wäre die Baumaschine wegen ihres enormen Gewichts im weichen Untergrund versackt. Derzeit ist der Bauhof der Gemeinde Bad Eilsen dabei, Erde zwischen das Gestein zu karren, das Gros davon in kräftezehrender Handarbeit. "Anschließend", so Meier, "kommt noch ein Schottergemisch drauf, damit man den blanken Boden nicht mehr sieht". Danach werden die Pflanzen in die Nischen zwischen den Sandsteinen gesetzt, wird die Anlage begrünt. Wie berichtet, soll das bis zu zwei Meter hohe Bad Eilser Alpinum, durch dessen Mitte ein für Passanten begehbarer Fußweg verlaufen wird, die Landschaft des Hochgebirges nachbilden. Das Obere Amt für Denkmalpflege mit Sitz in Hannover und der Landkreis Schaumburg hatten das Projekt, aber auch den Standort Kurpark genehmigt. Der Alpengarten wird mit Masse durch Material- und Pflanzenspenden finanziert; letztere übernimmt der Kur- und Verkehrsverein. Doch das Alpinum ist nicht die einzige Baustelle, auf der das Team um Bertram Meier derzeit "kämpft". "Parallel zu den Arbeiten im Steingarten sind wir auch auf dem Kinderspielplatz im Bergkurpark im Einsatz", erinnert er. Der Zustand des Platzes war von einer 20-köpfigen Elterninitiative um die Bad Eilserin Tatjana Snarr moniert worden. Daraufhin hatten die Bürgervertreter 15 000 Euro locker gemacht, um das Gelände auf Vordermann zu bringen. Im Zuge der Arbeiten waren - störende - Nadelbäume gefällt und das marode Toilettenhäuschen abgerissen worden. Dergestalt generalüberholt, soll die Anlage zu Beginn der kommenden Woche wieder bespielbar sein. "Ganz zum Schluss wird das große Multifunktions-Spielgerät aufgestellt", sagt Meier. Das von Bad Eilser Ratsfrauen ausgesuchte (Rutsch-)Objekt erhält einen Untergrund aus Sand, auf den der Bauhof eine 15 bis 20 Meter hohe Schicht aus Rindenmulch aufträgt: "Rindenmulch federt gut. So fallen die Kinder nach dem Rutschen weich."



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