weather-image

Die „Csárdásfürstin“ füllt den Saal

Bad Münder. Wenn der Paganini von „Operamobile“, der Geiger Jürgen Flemming, zum großen Csárdás-Solo ansetzt, dann flüchtet der zweijährige Jaron doch lieber in die Arme seiner Oma. In der Obhut von Uroma, Uropa und Oma war der junge Zuhörer aus Hameln der wohl jüngste Gast, der je eine Aufführung des Opern- und Operettencafés Weserbergland besucht hat.

270_008_6315194_lkbm209_1304_fuerstin_opera.jpg

Das sorgte wieder einmal für ein ausverkauftes Haus und präsentierte seinem Publikum mit musikalischen Szenen nach „Die Csárdásfürstin“ einen bunten Mischung aus Operetten-Ohrwürmern. „Wir haben etwas gekürzt, einige neue Titel eingefügt, aber die Hauptstränge und die Figuren der Handlung sind selbstverständlich dabei“, erklärte Operamobile-Chef Alexander Senger. Seit zehn Jahren ist das Ensemble mit einem bewährten und beliebten Repertoire auf Tour. Mit stetigem Erfolg.

Auch diesmal präsentierte die stimmgewaltige Gruppe nicht nur liebgewordene Musikstücke wie „Die Mädis vom Chantant“ oder das von Tenor Tadeusz Galczuk vorgetragene „O Mädchen, mein Mädchen“ von Franz Lehár. Auch die szenische Darstellung des Stückes von Bettina Delius fiel durch mancherlei aktuelle Bezüge auf.

Delius selbst brillierte einmal mehr als Sylva Varescu, der „Königin der Chansonetten“. Ein Garant für guten Gesang und beste Unterhaltung ist auch der schon bei seinem ersten Erscheinen auf der Bühne reich beklatschte Bassbuffo, Achim Niedziella. Leo Falls „Nur ein bisschen Rouge et Noir“ war dem Komiker und Operamobile-Urgestein auf den Leib geschrieben.

„Operette ist eine charmante Art der Gesellschaftskritik“, weiß Alexandra Dieck. Die freischaffende klassische Sängerin mit Ballettausbildung gastierte nach ihrer Rolle in „Wiener Blut“ zum zweiten Mal im Martin-Schmidt-Konzertsaal.

„Alexander Senger suchte eine mädchenhafte Sängerin mit Balletterfahrung, und da war ich die Richtige“, erinnert sich Dieck. Die Atmosphäre in Bad Münder habe ihr auf Anhieb gefallen. „Es ist herrlich zu spüren, wenn den Leuten das Herz aufgeht. Das ist manchmal viel besser als ein überkritisches Publikum in den großen Häusern der Metropolen“, so die 37-Jährige.

Mit 100 Kameraden der Altersgruppe der Münderaner Feuerwehr – alle samt Ehefrau – war auch Robert Ascher zum Operettennachmittag gekommen. „Einmal im Jahr sind wir dabei“, sagt Ascher.

Die treuesten Gäste des Ensembles aber sind die Senioren vom Sozialverband Freden an der Leine. Operamobile-Chef Alexander Senger: „Der Sozialverband sind schon von Anfang an dabei.“ ch



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt