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Kloster Möllenbeck: Zahlreiche Spenden finanzieren Möblierung / Erste Gäste im September

Die Betten kommen: Ostflügel vor Einweihung

Möllenbeck (crs). Endspurt für den Ausbau des Ostflügels im Kloster Möllenbeck: Gestern haben die Handwerker mit dem Einbau der Inneneinrichtung begonnen - für den 20. September erwartet Pastor Roland Trompeter hier die ersten Gäste.

Ein bisschen stöhnen Frank Schott und Klaus Richter von der Möbel-Firma Schlapp aus Neu-Anspach beim Transport der Betten in den ersten Stock: "Die Treppe ist aber ganz schön steil und eng". Pastor Trompeter kann den Kummer der Handwerker gut verstehen: "Die Mönche haben damals halt noch nicht an unsere heutigen Bauvorschriften gedacht..." Dass aus ihren ehemals so kargen Zellen einmal derart helle und behagliche Zimmer entstehen würden, das hätten sich die Möllenbecker Mönche vor Jahrhunderten wohl auch nicht gedacht. Elf Zwei- und Dreibett-Zimmer mit rund 30 Betten sind im Ostflügel des Klosters entstanden, freundlich, geräumig und allesamt mit eigenem Bad. Zum Ostflügel gehören außerdem eine Küche - der Raum ist fertig, die Einrichtung fehlt noch - und ein großer Mehrzweckraum, der in der ehemaligen Bibliothek des Klosters entstanden ist. Zum Teil ist hier sogar der Original-Fußboden erhalten geblieben. Ohnehin hat Trompeter bei der Sanierung des Ostflügels darauf geachtet, möglichst viel des historischen Charakters zu erhalten. So finden sich außer den teilweise restaurierten Wandinschriften aus den Zeiten der Lateinschule auch Relikte aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als das Kloster Familien als Wohnung diente - in einem der Zimmer ist beispielsweise ein alter Abfluss erhalten geblieben. Möglich geworden ist die rund 100 000 Euro teure Inneneinrichtung nicht zuletzt durch größere Spenden von einigen Rintelner Betrieben, die allesamt namentlich nicht genannt werden wollen. Auch zahlreiche Spenden zu Ehren des im April verstorbenen Möllenbecker Ehren-Ortsbürgermeisters Karl Buchholz hätten ihren Anteil beigetragen, sagt Trompeter: "Insgesamt ist so ein erheblicher Betrag zusammengekommen, sodass wir's wuppen konnten." 50 Prozent der Einrichtungskosten trägt die reformierte Kirche selber. Die Sanierung der Gebäudesubstanz im vergangenen Jahr hatte rund 300 000 Euro gekostet und war zur Hälfte mit europäischen Leader-plus-Mitteln finanziert worden. Gut ausgebucht dürfte der Ostflügel, der das Übernachtungsangebot des Klosters auf insgesamt 100 Betten aufstockt, in Zukunft vermutlich sein: "Etliche Anfragen" verzeichnet Pastor Trompeter bereits jetzt, auch feste Buchungen gibt es schon. Gewinn darf das Kloster aufgrund des gemeinnützigen Charakters der Einrichtung allerdings nicht machen. Die erste Aufregung gab esübrigens schon ganz ohne Gäste: Die bislang nur intern in Betrieb genommene Brandmeldeanlage hat bereits zweimal Alarm ausgelöst - glücklicherweise in beiden Fällen Fehlalarm.




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