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Nachwachsender Rohstoff trägt zur Energiewende bei

Die Alternative: Heizen mit Holz

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Obwohl schon seit Jahrzehnten diskutiert, war letztlich die Atomkatastrophe von Fukushima für die Bundesregierung der Anlass, die Energiewende abzusegnen. Das bedeutet den Ausstieg aus der Nuklearenergie bis 2022 und langfristig auch die Abkehr von Energie aus Erdöl. Auch wenn sich zu dieser energiepolitischen Entscheidung Mehrheiten bilden lassen, so gibt es unterschiedliche Meinungen, wo die Reise hingehen soll. Dabei liegt die Lösung so nah, zumindest, was die Heizung betrifft.

Denn für die eigenen vier Wände gibt es Heizsysteme, die auf nachwachsender und heimischer Energie beruhen: Heizen mit Holz, sei es in Form von Kaminöfen oder auch fest eingebauten Kaminanlagen. Allen gemeinsam ist, dass man sich damit von ausländischen Energielieferungen unabhängig macht. Keine Krise bei Öl- oder Gasversorgung treibt einem mehr Kälteschauer über den Rücken. Und erfreulicherweise ist Heizen mit Holz auch noch CO2-neutral. Das heißt, im Hinblick auf den Klimawandel durch den Ausstoß von Treibhausgasen hat Holz allemal eine saubere Weste.

Eigentlich müsste Holz bei so vielen Vorteilen im Hinblick auf Umweltschutz und Versorgungssicherheit ja recht teuer sein. Aber das Gegenteil ist der Fall: Die Energiekosten pro Kilowattstunde sind bei Scheitholz und Holzpellets viel niedriger als bei Gas, Öl oder Strom. Und das nicht nur jetzt, sondern auch schon über viele Jahre in der Vergangenheit – es handelt sich einfach um eine preisstabile Energiequelle. Was man von Heizöl oder Strom nicht behaupten kann. Diese beiden Energieträger sind hauptverantwortlich für die Inflation: Strom hat sich im vergangenen Jahr um 7,6 Prozent verteuert, Heizöl gar um fast 20 Prozent.

Sparen und gleichzeitig Lebensqualität gewinnen

Heizen mit Holz ist übrigens doppelt billig. Zum einen, weil wie schon erwähnt, die Kosten pro Kilowattstunde sehr günstig sind. Zum anderen aber auch, weil die „Kleinkraftwerke“ in Form von edlen Kaminöfen sehr hohe Wirkungsgrade von 80 Prozent und mehr aufweisen. Das müssen Nah- oder Fernwärmekraftwerke erst einmal schaffen. Und dann gibt es bei privaten Öfen auch keine Leitungsverluste der Energie – denn diese wird genau dort erzeugt, wo sie auch gebraucht wird. Ideal geeignet sind Öfen mit Wärmespeicherfunktion, die dann über einen langen Zeitraum die Wärme abgeben und so weiter Heizkosten sparen helfen.

Wo so viele Vorteile sind, da muss es auch einen Nachteil geben. Aber nein, es gibt sogar noch weitere angenehme Nebeneffekte. Denn so ein Kaminofen sorgt auch noch für besonders wohltuende Wärme in Form von Konvektions- und Strahlungswärme. Und letztlich bereichert er als optisches Highlight jeden Wohnraum. Auch das wirkt sich auf die Energiekosten aus: Denn beim genießerischen Blick auf das Holzfeuer bleibt immer öfter der Fernseher aus, was schon wieder Strom spart. Somit bringt der Denkanstoß der Bundesregierung zur Energiewende den deutschen Haushalten durch Heizen mit Holz geringere Heizkosten, ein Plus an Umweltschutz und auch noch mehr Lebensqualität. HLC

Heizen mit Holz trägt nicht nur zur Energiewende bei, sondern ist vor allem auch gemütlich, wie man sieht.

Austroflamm

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