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Buchholzer Quere wird in Stadthagen saniert / Schäden größer als erwartet / Stromkabel entdeckt / Wiederaufbau ab 20. August

Die alte Auebrücke sorgt für neue Überraschungen

Buchholz (tw). In Nachbarschaft des Klärwerks, wo noch vor Kurzem die Fußgängerbrücke über die Aue führte, flattert rot-weißes Absperrband im Wind. Die Quere selbst ist verschwunden, wurde bereits am 4. Juli von der Firma "Hohmeier Anlagenbau" demontiert; es ist das dritte vergleichbare Projekt, das der Betrieb sei 2005 in Buchholz stemmt. Dabei hatte das jüngste Bauwerk für den Gemeinderat allerdings eine Überraschung parat, die er so nicht auf der Rechnung hatte. Doch davon später mehr ...

Wo noch vor Kurzem die Auebrücke beide Ufer verband, verläuft de

"Die Brücke wird derzeit in Stadthagen saniert; sie wird um den 20. August herum am Haken eines Schwerlastkrans wieder ,einschweben'", weiß Bürgermeister Hartmut Krause (WiB). Die Klärwerk-Quere ist das wohl letzte (Eisen-)Bauwerk am Fluss, das die Gemeinde Buchholz erneuern lässt. Denn dass auch noch die marode Betonbrücke an der Schlingmühle saniert wird, wie es der Wunsch der SPD-Fraktion des Ortes ist, zeichnet sich zumindest derzeit nicht ab ... Allerdings: "Die Brücke am Klärwerk ist - leider - in einem weitaus schlechteren Zustand als ihr baugleiches Pendant, das sich am Anwesen der Familie Hainke (Arensburger Mühle) über die Aue schwingt", sagt der Bürgermeister. Im Gegensatz zur "Hainke"-Brücke nämlich, sind bei der Quere am Klärwerk auch die beiden unteren Tragwinkel hinüber und müssen ersetzt werden. Hinzu kommt, dass umfangreichere Schweißarbeiten nötig sind. Krause: "Zu unsererÜberraschung hat sich herausgestellt, dass direkt unter dem Bohlenbelag der Altbrücke ein Stromkabel der Firma E.ON verläuft." Das Kabel steckt in einem Rohr, ist an einem Längsträger befestigt. Als die Brücke für den Transport nach Stadthagen demontiert wurde, musste das Kabel kurzzeitig stillgelegt werden. "Buchholz", sagt "Krause, "hat davon aber nichts gemerkt". Das Stromkabel, das derzeit - einsam - die Aue überspannt, kann nicht abgebaut werden; es bleibt am Ort und wird seinen Platz in Kürze erneut unter der dann sanierten Brücke finden. Die Gemeinde Buchholz lässt sich das Erneuern der Altquere 7545 Euro kosten; dabei ist es Krause gelungen, den Teilbetrag, der für die Arbeiten im Zusammenhang mit dem Stromkabel entsteht, E.ON aufs Auge zu drücken. Dennoch sind die Gesamtkosten vergleichsweise hoch. Denn: Die Reparatur des Bauwerks an der Arensburger Mühle war 1379 Euro billiger gewesen. "Was die höheren Kosten verursacht, das ist, abgesehen vom größeren Reparaturaufwand, vor allem der gestiegene Preis für das Verzinken", sagt der Bürgermeister. Besagte Kosten betragen inzwischen einen Euro pro Kilo Eisen. Da die Klärwerk-Quere 800 Kilo wiegt, kommen allein schon so 800 Euro zusammen. Was beide Sanierungsprojekte dennoch gemeinsam haben: Wie ihr "Vorgänger" an der Arensburger Mühle wird auch die Quere am Klärwerk von der Fachfirma zunächst mit einem Sandstrahlgebläse entrostet und anschließend komplett verzinkt. Die seitlichen Geländerstützen sowie die Querverstrebungen werden erneuert. Bei der Auswahl des Brückenbelags hat sich der Gemeinderat statt des früheren - witterungsanfälligen - Holzes einmal mehr für Gitterroste entschieden. Übrigens: Ein "Brückenfest", wie es Buchholz Mitte Oktober 2005 anlässlich der Sanierung des Bauwerks am Eisenhammer mit Bier und Bratwurst gefeiert hatte, wird es diesmal nicht geben. "Wir werden lediglich für die Arbeiter etwas als Dankeschön ausschenken", so Krause.

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