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„Didel-Dadel-Dum“: Premiere von „Frau Luther“ am Wochenende

BEBER. In der Mehrzweckhalle in Beber herrscht eine ebenso konzentrierte wie entspannte Atmosphäre. Es sind nur noch wenige Tage bis zur Premiere, aber die Akteure des „Jungen Theaters St. Magnus“, bekannt als „Didel-Dadel-Dum“, sind in Probenlaune. Der Text sitzt, Regisseurin Peggy Zawilla korrigiert nur noch Details.

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Autor

Christoph Huppert Reporter

Pünktlich zum Beginn des Reformationsjubiläums kommt nun die erste Eigenprodukion von „Didel-Dadel-Dum“ auf die Bühne. „Frau Luther - lass uns heute die Welt verändern“, so heißt das Schauspiel in vier Akten. Verfasst hat das Stück, mit dem das Theaterensemble seine bisher 18. Produktion vorstellt, Peggy Zawillas Ehemann Stefan. Dass der als Katholik ein Stück über „Frau Luther“ geschrieben hat, ist bemerkenswert.

Nach ausführlichem Quellenstudium entführt Stefan Zawilla die Theaterbesucher in die Zeit des ausgehenden Mittelalters bis zum Beginn der Neuzeit. Gerade hat Kolumbus die Neue Welt entdeckt und Gutenbergs Buchdruck breitet sich über ganz Europa aus. Die Kirche betreibt einen regen Ablasshandel. Man konnte sich bei der Kirche von seinen Sünden freikaufen.

Das ist die historische Ausgangssituation für Martin Luther und die Reformation, die Zawilla aus der Perspektive der „Frau Luther“, Katharina von Bora nachzeichnet. „Was ist mit der Frau des Reformators? Welche Rolle hat sie gespielt? Wer hat seine Kinder erzogen, ihn gepflegt und verarztet, den Haushalt geführt und ihn vor dem sicheren Ruin bewahrt?“, so Zawillas Fragestellungen.

Die Lutherin Katharina von Bora wird im Stück gleich durch drei Schauspielerinnen verkörpert: Adara Zawilla spielt die kleine Katharina, Johanna Abend die junge, und Stefanie Fischer die erwachsene Ordensschwester. Sebastian Sha gibt den jungen Luther, Torben Holle in einer Doppelrolle den Lukas Cranach und den alten Luther.

„Nach Rosa ist das auch wieder ein Stück, das eher nachdenklich ist“, so Peggy Zawilla. Ein Stück, das Einblick geben soll in die Rolle der Frau zu Beginn der Neuzeit. Stefan Zawillas Schauspiel liegt bereits als Buch vor.

Die rund 30 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 6 bis 60 Jahren haben sich vor allem mit ihren Shakespeare-Bearbeitungen weit über die Region hinaus einen Namen gemacht und bereits internationale Preise eingefahren. Vor allem ihr letztjähriges, von Daniel Nagel geschriebenes Stück „Rosa“ über das Leben der Hamelner Soziademokratin Rosa Helfers wurde zu einem Riesenerfolg.

Die Doppelpremiere von „Frau Luther“ findet am Sonnband, 29. Oktober, um 19 Uhr und Sonntag, 30. Oktober, um 17 Uhr in der Mehrzweckhalle in Beber statt. Reservierungen unter 05052/913141, der Eintritt zu der Aufführung ist frei.



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