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Lösekrug-Möller und Vietz zu Gast beim Hauptausschuss des Kreissportbundes

Dialog über Sportregion Weserbergland

Hameln. Schon beim letztjährigen Kreissporttag in Brünnighausen stand das Thema „Sportbünde 2015“ inhaltlich im Zentrum. Die Beratungen darüber laufen aber wesentlich länger. Und langsam wird die Zeit knapp. Denn eine Kooperationsvereinbarung soll bis zum 1. Januar 2015 unterzeichnet sein. Aus gegebenem Anlass hatte der Vorstand des Kreissportbundes Hameln-Pyrmont (KSB) im Rahmen seines Hauptausschusses zum Dialog mit den heimischen Bundestagsabgeordneten eingeladen. Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) und Michael Vietz (CDU) waren im Clubhaus des Rudervereins Weser die Adressaten der Ausführungen. „Zunächst ging es um einen freiwilligen Zusammenschluss der Kreissportbünde. Jetzt ist er mit Zwang versehen“, informierte KSB-Chef Fred Hundertmark. Wichtiger Bestandteil der Kooperationsvereinbarung, die den KSB Hameln-Pyrmont mit seinen Nachbarn aus Schaumburg und Holzminden zur „Sportregion Weserbergland“ verbindet, ist die Beschäftigung zweier hauptamtlicher Sportreferenten, die ein sportwissenschaftliches Studium als Qualifikation vorweisen müssen. Aktueller Stand: Hameln-Pyrmont muss sich einen dieser Mitarbeiter mit Holzminden teilen, bekommt folglich nur eine halbe Stelle. Schaumburg wird die andere Kraft dagegen zu 100 Prozent zugewiesen. „Das ist uns zu wenig“, stellt Hundertmark klar – und erntet dafür deutlich sichtbare Zustimmung in der Runde. Es gehe, so Hundertmark, um „Verdrängungsprozesse“, mehr Hauptamtlichkeit, „weil das Ehrenamt abnimmt“. Und um die demografische Entwicklung, die auch dem Sport zu schaffen macht. Nicht nur in Hameln-Pyrmont. Vor zehn Jahren hatten die heimischen Sportvereine noch 63 000 Mitglieder. Jetzt zählt der KSB nur noch 52 000. „Auch das Freizeitverhalten hat sich gewandelt. Wir müssen uns gemeinsam überlegen, wie wir dieser Entwicklung Einhalt gebieten“, alarmiert Hundertmark. Die Bundestagsabgeordneten nehmen die Informationen aus ihrem Wahlkreis mit nach Berlin.

Auf der Tagesordnung stand auch das Verfahren zur Inanspruchnahme von Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket, das Frank Buchholz anhand einer PowerPoint-Präsentation erläuterte und gemeinsam mit Holger Reinecke (Landkreis Hameln-Pyrmont) anschließend zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung stand.

Nach übereinstimmender Aussage beider Fachleute sei das Verfahren zur Inanspruchnahme inzwischen weitestgehend vereinfacht worden und zudem auch eine umfassende Beratung und Hilfestellung durch die Sachbearbeiter beider Behörden gewährleistet. Gegenüber den Vorjahren sei ein Anstieg der ausgeschütteten Mittel festzustellen. Die Tatsache, dass „nur“ für rund 40 Kinder Beiträge für Sportvereine gezahlt werden, kann und wird auch in der Struktur und Mentalität der berechtigten Familien liegen – und kann somit nur schwierig beeinflusst werden. Gabriele Lösekrug-Möller erläuterte aus der Sicht ihres Ministeriums den Verfahrensstand in dieser Angelegenheit.




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