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Neuer Vorstand mit Norbert Raabe als Vorsitzenden gewählt / Städtepartnerschaften mit Russland weiterhin im Fokus

Deutsch-Russische Gesellschaft im Aufwind

HAMELN. Bei der Mitgliederversammlung der deutsch-russischen Gesellschaft standen die Neuwahlen des Vorstandes im Vordergrund der Veranstaltung.

Der Vorstand der Deutsch-Russischen Gesellschaft, v. li.: Norbert Raabe, Anke Eichler, Gudrun Hellert, Karin Teraske und Sergei Mikheev. FOTO: Olaf Heilig /PR:

Norbert Raabe, Vorsitzender des 2015 gegründeten Vereins, informierte über die Höhepunkte der Vereinsarbeit, wie das Russlandseminar in Bad Bevensen, eine Reise zu den Partnern in Brjansk, die Präsentation eines Jahreskalenders für 2018 und der Auftritt des Vita Duos aus Hannover.

Zum Bundestagswahlkampf fand eine Diskussion mit dem Grünen-Politiker Jürgen Trittin statt. Die gute Zusammenarbeit mit dem Verein Spätaussiedler und Deutsche Rückwanderer wurde hervorgehoben. Bei einigen DRG-Veranstaltungen hatten auch Mitglieder dieses Vereins teilgenommen. Die Deutsch-Russische-Gesellschaft hat im laufenden Jahr bereits drei neue Mitglieder gewonnen. Nach dem Bericht des Kassenwartes und der Kassenprüferin wurde beiden Entlastung erteilt.

Bei den fälligen Neuwahlen des Vorstandes gab es nur geringe Veränderungen. Mit großer Mehrheit wurde Norbert Raabe zum 1. Vorsitzenden wiedergewählt. Gudrun Hellert ist zur stellvertretenden Vorsitzenden und Sergej Mikheev zum Kassenwart gewählt worden. Ergänzt wirdder Vorstand durch die beiden Beisitzerinnen Anke Eichler und Karin Teraske.

In seiner Jahresvorschau betonte der Vorsitzende die besondere Verantwortung der Akteure in Städtepartnerschaften zwischen Russland und Deutschland. Insbesondere in Zeiten von Krisen, Sanktionen und Sprachlosigkeit von Politikern sei es wichtig, dass die bestehenden Kontakte zwischen Bürgern beider Nationen nicht abreißen, sondern intensiviert werden. Deshalb freut sich der Verein auf den Besuch einer Frauengruppe aus Brjansk im November dieses Jahres.

In jedem Jahr veranstaltet das Gustav Stresemann Institut in Bad Bevensen ein politisches Seminar mit der Deutsch-Russischen-Gesellschaft Hameln-Pyrmont.

Diesmal standen die sicherheitspolitischen Herausforderungen der Weltmächte und die Perspektiven der Zusammenarbeit auf dem Programm. Zunächst erläuterte ein Referent: „Amerika – das Land der unbegrenzten Widersprüche“, und stellte die Frage nach der Kalkulierbarkeit der Politik unter dem US-Präsidenten Donald Trump.

Dr. Rudolf Mark von der Helmut Schmidt Universität Hamburg ging auf die Situation in Russland nach den Märzwahlen ein. Das eher zufällig gestreifte Thema Einwanderungspolitik in Deutschland erhitzte dann doch die Gemüter. Die als Gastteilnehmerin anwesende frühere niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt verteidigte die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung im Jahr 2015. Einige Teilnehmer bedauerten, dass es immer noch kein Einwanderungsgesetz in Deutschland gibt. Anschließend wurde das Thema „Die Volksrepublik China auf dem Sprung zur Weltmacht“ diskutiert.

Am Ende waren sich alle darüber einig, dass es bei der unruhigen weltpolitischen Lage dringend einer stärkeren EU bedürfte. Das Comeback der Nationalstaaten sei in diesem Moment sehr kontraproduktiv.PR



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