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Dieter Thomas Kuhn versetzt 4500 Fans in musikalischen Vollrausch

Deutschlands Schlagerpapst hält Audienz auf der Parkbühne

Er gilt als Schlager-Ikone schlechthin, lockt mit seinen Gute-Laune-Shows noch immer die Massen „out in the green“. Schon eine Stunde vor Konzertbeginn singt sich die Dieter-Thomas-Kuhn-Fangemeinde mit viel Bier und Sekt in die richtige Betriebstemperatur – „ein bisschen Spaß muss sein“.

Seit Jahren gehört die „singende Föhnwelle“ zu den Kultfiguren der deutschen Musikszene. Dass sich dabei „der Dieter“ überwiegend an fremdem Liedergut bereichert, stört niemanden, denn keiner tut das mit so viel Humor und Hingabe wie der 47-Jährige.

„Sag‘ mir quando, sag mir wann“ – bereits nach den ersten Zeilen des Caterina-Valente-Covers fliegen die ersten Plüschtiere und Sonnenblumen auf den Catwalk – wenig später wird Kuhn seiner Rolle als „Sammler und Jäger“ gerecht – der Motivationskünstler sackt den ersten BH ein.

„Der sieht doch ganz gut aus, aber ich sehe bei meinen Konzerten kaum noch Brüste. Gestern in Gera hat das mal wieder gut geklappt“, scherzt Kuhn und stimmt „Schön ist es auf der Welt zu sein“ an. Ob der eine oder andere weibliche Fan im Laufe des Konzertes noch blank zog, entzieht sich leider unserer Kenntnis.

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„Paule“ Manzey (vordere Reihe mit Hut) & Friends aus Bad Münder beim Abfeiern. Er feierte um Mitternacht seinen Geburtstag – „Oh Happy Day“.

Auch Petrus scheint Schlagerfan zu sein, denn er lässt an diesem Abend seine Schleusen überwiegend zu – „Über den Wolken“ scheint es halt wirklich keine Grenzen zu geben. Grenzenlos ist auch die Begeisterung der Fans – heute ist alles erlaubt, was das Stimmungsbarometer in die Höhe treibt. Selbst bei ruhigeren Titeln wie „Die kleine Kneipe“ wird lautstark mitgesungen und geschunkelt – und das liegt sicher nicht nur am „griechischen Wein“.

„Fiesta Mexicana“, „Der Teufel und der junge Mann“, „Über sieben Brücken“ – ohne Pause trällert Kuhn einen Schlager-Klassiker nach dem anderen, begleitet durch choreografische Einlagen seiner Musiker, die er liebevoll „Kapelle“ nennt.

Nach dem Motto „Ich steh‘ ja so auf Disco“ stimmt der gebürtige Tübinger „Nightfever“ an – die „fünfte Jahreszeit“ wird eingeläutet – die Parkbühne im Disco/Schlager-Vollrausch. Bei „Fremde oder Freunde“ folgt dann vom Schlagerpapst noch das obligatorische Bad in der Menge – Halleluja, was für ein Konzert.

Im Zugaben-Block gibt es neben Songs wie „Anita“ und „Butterfly“ in Form von Pyro-Technik auch noch ordentlich was auf die Ohren – da entblättern sich sogar die Sonnenblumen. Nun ja, so richtig leise ist es bei einem Dieter-Thomas-Kuhn-Konzert eigentlich noch nie gewesen.

Wem das alles noch nicht gereicht hat, der konnte auf der anschließenden After-Show-Party noch ordentlich abfeiern.

„Na, das Ding sieht doch schon ganz nett aus“, witzelte BH-Sammler Kuhn.




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