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Deutsch-französisches Ehepaar Horst drückt die Daumen

BENNIGSEN. Im Vorgarten von Martine Horst-Bellanger und ihrem Ehemann Walter Horst wehen zwei kleine französische Fahnen und auf ihrem Wohnzimmertisch steht ein Blumenstrauß in den französischen Nationalfarben blau-weiß-rot. Abergläubisch sei sie nicht, sagt die gebürtige Französin Martine Horst-Bellanger.

Die gebürtige Französin Martine Horst-Bellanger und ihr deutscher Ehemann Walter Horst freuen sich auf das Endspiel der französischen Fußball-Nationalmannschaft. Nach dem frühen Aus der Deutschen gilt es jetzt, die französische Fahne zu schwenken. Fo

Autor

Anne Brinkmann-Thies Reporterin

Aber als die rote Rose vor dem Halbfinal-Spiel der französischen Fußball-Nationalmannschaft die Blütenblätter hängen ließ, sorgte die Bennigserin für neue Frische in der Vase. Das hat gut geklappt, gewannen die Fußballer der Grand Nation doch gegen Belgien. Jetzt heißt es für sie und ihren deutschen Ehemann Walter Horst, gemeinsam Daumen drücken, damit „Les Bleus“ am morgigen Sonntag den Titel holen.

Seitdem die deutsche Mannschaft so schnell aus dieser Weltmeisterschaft ausschied, unterstützt auch Walter Horst mental die Landsleute seiner Ehefrau. „Bis dahin schlug mein Herz aber für die deutschen Kicker“, erzählt er.

Nun freuen sich beide auf das Endspiel, obgleich sich Martine Horst-Bellanger insgeheim einen anderen Gegner erhofft hatte. „Mein Wunschgegner war England“, räumt sie ein. Die Briten seien in allen Spielen sehr fair auf dem Platz gewesen. Doch nun geht es gegen Kroatien.

Schauen will das Ehepaar dieses Endspiel zu Hause, gemeinsam mit einem Sohn, der Schwiegertochter und der sechsjährigen Enkeltochter. Die Kleine habe schon mit dem Singen der Hymne „Allez les Bleus“ bewiesen, dass sie die Franzosen kräftig anfeuern kann, erzählt Horst-Bellanger. Mit ihren beiden anderen Kindern, die in Australien und in den USA leben, sowie mit Freunden aus vielen Teilen der Welt wird Familie Horst während des Endspiels zudem in regem Austausch über soziale Netzwerke stehen. Das sei schon bei den vorherigen Qualifikationsspielen so gewesen. Viele Kommentare und Emojis als Zeichen der Unterstützung für die bisher schon so erfolgreiche Mannschaft hätten sie bekommen, berichtet Martine Horst-Bellanger. Und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: „Unser Laptop hat die ganze Zeit geklingelt“.

Nachrichten hat das Ehepaar auch nach dem Aus für die Deutschen bekommen. Ein kolumbianischer Freund habe ihm nach der Niederlage der deutschen Fußballer geschrieben: „Das tut mir sehr leid für dein Land!“

Besondere Erinnerungen seien zudem beim WM-Schauen wach geworden, als die Japaner auf dem Platz standen. Denn das Ehepaar, das berufsbedingt oft im Ausland war, lebte auch für sechs Monate in Japan. „Als wir das Spiel der Japaner sahen, mussten wir plötzlich zurückdenken an diese Zeit“, so Walter Horst.

Nun also die letzte und wichtigste Entscheidung dieser Weltmeisterschaft. Einläuten will Familie Horst das Final-Wochenende bereits am Sonnabend mit einem Besuch beim Fest, das der Verein Allemagniort zum französischen Nationalfeiertag gibt.

„Das passt sehr gut, wir werden dort das französische Flair genießen“, freut sich Walter Horst auf diesen Auftakt. Wenn dann am Sonntag der Coup gelingt und Frankreich den Sieg feiern kann, feiert auch Familie Horst. „Dann öffnen wir auf jeden Fall eine Flasche Champagner“, verrät Walter Horst.



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