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Pavillon von Andrea Gordon auf dem Weihnachtsmarkt in Groß Berkel vom Sturm zerstört

Der Wind legte auch die Werbetafeln flach

Groß Berkel. Advent heißt bekanntlich Ankunft, doch auf das Sturmtief Nils hatten die Organisatoren des Groß Berkeler Weihnachtsmarktes nun wirklich nicht gewartet. Heftiger Wind hatten ihnen bereits im Vorfeld des Marktes Probleme bereitet. Und nicht nur das: Da gab es auch noch die Sache mit den Werbetafeln, die schon ein wenig an den berühmt-berüchtigten Schildbürgerstreich erinnern. Hatte es doch die Aerzener Weihnachtsmarkt-Initiative tatsächlich gewagt, ihr Werbeschild genau an der Stelle zu platzieren, an der seit Jahren das Groß Berkeler Weihnachtsmarktbanner vom örtlichen Sportverein gut sichtbar aufgestellt wird und für den Markt rund um die Kirche wirbt. „Und dann auch noch bevor wir unseren aufgestellt haben, obwohl der Aerzener Weihnachtsmarkt erst eine Woche später stattfindet“, musste der TSV-Präsident Reinhard Burdinski beim Gang durchs Dorf feststellen. Zugegeben, mit der Aktion haben die Initiatoren aus dem Kernort des Fleckens nicht gerade besonders viel Fingerspitzengefühl bei der Platzwahl bewiesen. Aber dennoch hätten die TSVler ihre alles verdeckenden Banner im Gegenzug nicht direkt vor dem relativ kleinen Aerzener Schild aufbauen müssen, schließlich ist auf der öffentlichen Grünfläche in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße eigentlich genug Platz für ein friedliches Nebeneinander.

Autor:

Sabine Brakahn

Dann kam aber erst einmal der Wind und legte beide Werbetafeln flach. Die Groß Berkeler brauchten die mit ihren Bannern bespannten großen Zaunelemente nur wieder aufrichten, während das Aerzener Schild abgebrochen war und teilweise erneuert werden musste, wie Burdinski berichtet. Nach dem zweiten Aufstell-Anlauf waren für die vorbeifahrenden Passanten beide Schilder gut lesbar und keines verdeckte mehr das andere. So hätte man eigentlich in Eintracht die Adventszeit im Flecken einläuten können, doch mittlerweile ist das Aerzener Schild schon wieder umgezogen – einige Meter vor das Groß Berkeler. Bleibt zu hoffen, dass die Weihnachtsmarkt-Initiatoren mit dem erneuten Umzug lediglich den Stammplatz der Groß Berkeler räumen wollten, den sie in Unkenntnis der örtlichen Gepflogenheiten besetzt hatten.

Und wäre das nicht alles schon genug Sturm im Glühweinbecher gewesen, schlug eine heftige Windböe noch einmal erbarmungslos zu und zerstörte am Sonntag den Pavillon von Andrea Gordon. Der stand nun wirklich keinem im Weg, ganz im Gegenteil: Nun klaffte eine große Lücke im Budenrund auf dem Kirchplatz und die Weihnachtsmarktbesucher vermissten die selbst gemachten Leckereien und liebevollen Dekorationen der Groß Berkelerin in der bunten Angebotspalette des kleinen Marktes. Andrea Gordon hatte am Sonntag den Rückzug vom Markt angetreten, trotz des netten Angebots ihrer Hüttennachbarn, ihr und ihrer Ware Unterschlupf zu gewähren.

Nicht von Wind und Wetter abschrecken ließen sich dagegen Oliver und Lennart. Sie luden die anderen Kinder unter den Besuchern mit ihren Glocken zur Märchenstunde in die Pfarrscheune ein. Hier herrschte bereits am frühen Nachmittag reges Treiben, schließlich waren die Plätze im Warmen und Trockenen an diesem verregneten ersten Adventssonntag besonders begehrt und das Kuchenangebot der Kindergarteneltern überaus verlockend. Der Weg dorthin führte unweigerlich an den 300 kulinarischen Tombolapreisen der Damen vom DRK-Ortsverein im Pfarrhaus vorbei. Hier gab es mit dem richtigen Quäntchen Losglück vom Gewürzsalz über Marmeladen bis hin zu Chutneys jede Menge Köstlichkeiten zu gewinnen.

Als Dorfposse mag das Aufstellen der Werbeschilder für die Weihnachtsmärkte in Aerzen und Groß Berkel betrachtet werden. sbr



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