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GFR zieht auf Bitten des Forstgenossen-Vorstandes Angebot für Deponie zurück / Schutzgemeinschaft will weiterarbeiten

Der Weg der Entscheidung schürt neues Misstrauen

Bakede/Hamelspringe (jhr). Eigentlich wollten sie feiern. Ausgelassen und mit den Mitgliedern der Forstgenossenschaft ein fröhliches Dorfgemeinschaftsfest in Bakede begehen. Die Auseinandersetzung der vergangenen Wochen vergessen machen. Doch der Verlauf der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend beunruhigt die Mitglieder der Schutzgemeinschaft Sünteltal nachhaltig.

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„Wir sind erleichtert, dass die Verfüllung des Steinbruchs Hamelspringe mit Kraftwerksasche zumindest für den Moment vom Tisch ist“, erklärt Ines Dreyer für die Schutzgemeinschaft, macht aber kein Hehl daraus, dass ihr und ihren Mitstreitern eine Entscheidung der Forstgenossen gegen das Projekt lieber gewesen wäre. Denn anders als zunächst mitgeteilt hatte lediglich der Vorstand der Forstgenossenschaft Abstand vom Angebot der GFR genommen – und das einvernehmlich mit der GFR, wie Forstgenossen-Vorsitzender Werner Speer auf NDZ-Nachfrage mitteilte. Das Unternehmen verfasste daraufhin einen Brief, den Speer den versammelten Forstgenossen im Café Freitags Hof zur Kenntnis gab. Der Inhalt, später von Teilnehmern der Versammlung übermittelt: Die GFR bedaure den Protest gegen ihr Vorhaben und ziehe ihr Angebot zurück. Sie sei aber bereit – falls kein anderer Standort gefunden werde – wieder in Gespräche mit der Forstgenossenschaft einzutreten. Eine Abstimmung der Versammlung der Forstgenossen blieb aus, weil kein Gegenstand zur Abstimmung mehr vorlag.

„Dass die GFR ihr Angebot zurückgezogen hat, werten wir als Erfolg unserer Arbeit der letzten Wochen und Monate. Diese ist getragen von einer breiten Unterstützung in der Bevölkerung“, sagt Dreyer. Die „Ergänzung“ der GFR mache die Mitglieder der Schutzgemeinschaft jedoch misstrauisch, sie werde ihre Arbeit daher fortführen und weiterhin intensiv um neue Mitglieder für die Bürgerinitiative werben. Ziel müsse weiterhin sein, „eine für die gesamte Bevölkerung zufriedenstellende Lösung zur Nutzung des Steinbruchs“ zu finden. Dazu betonen die Mitglieder der Initiative ihre ausdrückliche Gesprächsbereitschaft und hoffen, mit den Forstgenossen in einen „sachlichen Dialog“ eintreten zu können.



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