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Hohnhorst-Haste unterliegt Großenheidorn 25:28 / Martin Engel verletzt

Der Steuermann verlässt das Schiff und die SG bricht ohne Engel auseinander

Handball (hga). Es war das Derby der Oberliga, die Halle war rappelvoll und die Erwartungen der Haster Fans hoch - am Ende in einem harten, aber nicht unfairen Spiel stand eine weitere Heimniederlage der SG Hohnhorst-Haste. Gegen den Erzrivalen MTV Großenheidorn unterlag die SG in eigener Halle 25:28 (12:13).

Und sie war verdient, zum zweiten Mal in Folge ließ die SG vieles vermissen, was zu Beginn der Saison und vor allem gegen den MTV Post Eintracht Celle noch zu sehen war. "Ganz einfach, sie haben ihr Gehirn an der Garderobe liegen lassen", zürnte denn auch SG-Coach Marc Siegesmund. Seine Mannschaft lieferte eine indiskutable Fehlerquote ab, vergab klarste Chancen in Serie. "Keiner übernimmt Verantwortung, jeder schiebt es auf den anderen", monierte Siegesmund und meinte vor allem seinen Rückraum, der oft planlos spielte - mit einer Ausnahme. Diese betraf die Phase bis zur 14. Minute und der 7:3-Führung der Gastgeber. Martin Engel begann auf seinem Stammplatz in der Angriffsmitte, lenkte den Angriff mit viel Übersicht. "Diese Phase gehörte der SG", räumte MTV-Coach Stephan Lux ein. Bis dahin kassierte die SG drei Strafzeiten, der MTV vergab zwei Siebenmeter und ließ sich in der Abwehr teilweise auseinander spielen. Dann zwickte Engels zweifach operiertes Handgelenk, der Steuermann verließ das Schiff und die SG spielte fortan führungslos. Viele vergebene Chancen zogen zwangsläufig den 12:13-Rückstand zur Pause nach sich. Nach dem Seitenwechsel machten die Gäste weiter, wo sie aufgehört hatten, spielten taktisch diszipliniert und als geschlossene Einheit, nutzen vor allem die erspielten Chancen. Beim 15:19 (40.) ahnte der eine oder andere Fan, dass es eng würde, und die Ahnungen bestätigten sich. Im Angriff zeigte die SG eine viel zu hohe Fehlerquote, die Zahl der vergebenen Chancen stieg weiter an. Von mannschaftlicher Geschlossenheit keine Spur. Während der MTV weiter arbeitete und als Team miteinander spielte, zeigte sich die SG als Zusammenballung von Einzelkünstlern. "Ich denke, es war ein verdienter Sieg, nach der Anfangsphase waren wir besser", konstatierte Lux. "Es gehört über 60 Minuten Gas und Wille dazu", schrieb Siegesmund seiner Mannschaft ins Stammbuch. SG: Schirmer 7, Witte 6, Weiser 3, Dönitz 3, Peters 2, Bruns 2, Kirchmann 2. MTV: Franzke 8, Buhre 7, Salzwedel 2, de Salvo 2, Maiko Lindemann 2, Christoph Lindemann 2, Teßmann 1, Wieneke 1, Seegers 1, Rauls 1, Muschelknautz 1.




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