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Fundierte Fachkompetenz hilft bei betriebswirtschaftlichen Entscheidungen / Schnell gegensteuern

Der Steuerberater als Krisenmanager

Eine Reihe von Unternehmen hat zurzeit mit Problemen zu kämpfen. Noch sind die Hilfen aus den Konjunkturpaketen in der mittelständischen Wirtschaft nicht überall angekommen. Professionelle betriebswirtschaftliche Beratung trägt dazu bei, die richtigen unternehmerischen Entscheidungen zu treffen, Krisen zu verhüten oder – im Falle einer sich bereits abzeichnenden Krise – vorausschauend zu reagieren.

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Steuerberater helfen beispielsweise durch Aufbereitung und Analyse von Informationen aus dem Rechnungswesen, mögliche Störungen im Geschäftsverlauf frühzeitig zu orten. Ein funktionierendes, professionell geführtes Rechnungswesen reagiert wie ein Seismograph – es signalisiert Abweichungen und finanzielle Engpässe und ist unerlässlich für die Früherkennung von unternehmensgefährdenden Fehlentwicklungen.

In vielen Fällen ist es ratsam, dass der Steuerberater eine aus dem Rechnungswesen abgeleitete betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) monatlich oder zumindest quartalsweise erstellt und gemeinsam mit der Geschäftsleitung analysiert. Eine BWA, die auch Bestandsveränderungen und die zeitanteiligen Abschreibungen berücksichtigt, stellt einen aussagekräftigen Zwischenabschluss dar, aus dem die aktuelle Unternehmenslage abgelesen und – insbesondere gegenüber Dritten – dokumentiert werden kann. Dies verbessert auch das Rating durch die Kreditgeber und senkt damit die Kreditkosten.

Steuerberater sind in der Regel nah am Mandanten. Folglich erkennen sie mit als Erste, wie veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen sich auf die mittelständische Wirtschaft auswirken und welche konkreten Probleme sich für den Mandanten hieraus ergeben. Einer der häufigsten Gründe für das Scheitern eines Unternehmens ist eine nicht maßgeschneiderte Finanzierung sowie mangelnde Liquidität. Folglich müssen Unternehmer in der akuten Krise zunächst versuchen, für den Erhalt der Zahlungsfähigkeit zu sorgen. Ein wichtiges Instrument dazu ist eine vom Steuerberater aufgestellte Liquiditätsplanung, die mit den Ergebnissen aus dem Controlling verknüpft und darüber laufend aktualisiert wird, um ein zutreffendes Bild der aktuellen Unternehmenssituation zu vermitteln. Wenn sich Deckungslücken abzeichnen, kann somit bereits im Vorfeld reagiert und gegengesteuert werden.

Neben einem Nachschuss von eigenem Kapital und klassischen Bankkrediten gibt es weitere Geldquellen. Dazu gehören etwa öffentliche Fördermittel, wie auch jetzt im Rahmen der Konjunkturpakete, die von speziellen Bankinstituten angeboten werden und durch günstige Konditionen gegenüber dem klassischen Kredit punkten können. Positive Wirkung entfalten beispielsweise die Haftungsfreistellung und die Verbesserungen bei der Übernahme von Bürgschaften durch die KfW-Mittelstandsbank.

Fazit: Insgesamt handelt es sich bei der betriebswirtschaftlichen Krisenbewältigung um einen komplexen Bereich. Deshalb empfiehlt es sich, frühzeitig einen kompetenten Berater hinzuzuziehen, um eine optimale Perspektive sicherzustellen.

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