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In der Nacht vom 27. zum 28. März werden die Uhren wieder eine Stunde vorgestellt: Die Sommerzeit beginnt

Der Sternenhimmel zum Frühlingsanfang im März 2010

In diesem Monat fängt der Frühling an, und zwar ganz genau am 20. März um 18.32 Uhr MEZ. Am Frühlingsanfang steht die Sonne, von Süden kommend, genau auf dem Himmelsäquator senkrecht über dem Erdäquator. Der Himmelsäquator ist die gedachte Linie, die senkrecht über dem Erdäquator den Himmel in eine Nord- und Südhalbkugel teilt, an deren Innenflächen, von der Erde aus gesehen, scheinbar alle Sterne stehen.

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Autor:

Peter Stöver

Die Erde und alle übrigen Planeten bewegen sich entgegen dem Uhrzeigersinn (rechtläufig) in gleicher Drehrichtung in nahezu einer Scheibenebene um die Sonne. Speziell die Erdbahnebene wird Ekliptik genannt. Weil die Erde sich um die Sonne dreht, zieht letztere scheinbar am Ekliptikhintergrund, dem sogenannten Tierkreis, vorbei. Das heißt, sie zieht im Laufe eines Jahres durch alle 13 Tierkreisbilder, die viele Lichtjahre entfernt den Sternenhintergrund dieses Szenariums bilden. Dabei ist zu bedenken, dass die Sonne nur 8,3 Lichtminuten von der Erde entfernt ist. Da die Sonne am Frühlingsbeginn auf dem Himmelsäquator steht, wird dieser hier von der Ekliptik geschnitten. Dieser Schnittpunkt, mit Namen Frühlingspunkt, liegt derzeit im westlichen Teil des Sternbildes Fische und wird infolge des „Trudelns“ der Erdachse (Präzession) im Laufe der nächsten Jahrhunderte ins Sternbild des Wassermannes wandern. Östlich vom Frühlingspunkt zieht die Sonne nach dem 20. März die Ekliptik hinauf durch die Sternbilder Fische, Widder, Stier nach Osten, bis sie dann am Sommeranfang ganz im westlichen Teil des Sternbildes Zwillinge am höchsten Punkt der Ekliptik angekommen ist.

Nach dem 20. März, der Tag- und Nachtgleiche, werden die Tage wieder länger als die Nächte. In der Nacht vom 27. zum 28. März werden darum die Uhren wieder eine Stunde vorgestellt. Die Sommerzeit (MESZ) beginnt. Ring-

planet Saturn kommt in der Jungfrau am 22. März in Opposition zur Sonne, das heißt Saturn ist dann um dieses Datum herum einige Wochen die ganze Nacht gut sichtbar und auch am hellsten. Um Mitternacht steht er

im Süden, wenn die Sonne im Norden unter dem Horizont steht, daher die Bezeichnung Opposition. Nicht der Feldstecher, aber schon kleine astronomische Fernrohre zeigen die Ringe des Saturns und seinen hellsten Mond, den Titan. Der fast schon volle Mond begegnet Saturn am 29. März um 19 Uhr am Osthimmel. Der Mond steht aber ziemlich weit von Saturn entfernt in südlicher Richtung. Der Mars im Krebs, am späten Abend hoch am Himmel, beendet am 11. März seine Rückläufigkeit und somit seine Oppositionswochen. Er wandert nun wieder rechtläufig von West nach Ost und begegnet erneut dem Sternhaufen Krippe. Ende März, sehr tief am Westhorizont, kann versucht werden, in der Abenddämmerung Venus und nahe dabei Merkur zu sehen.

Mondphasen: 7. März: letztes Viertel, 15. März: Neumond, 23. März: erstes Viertel, 30. März: Vollmond.

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