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Am Abendhimmel strahlt hell und unübersehbar der Jupiter im Steinbock. 2010 wird er sich im Wassermann aufhalten.

Der Sternenhimmel im September wird herbstlich

Der Himmel wird herbstlich. Die Mittagshöhe der Sonne sinkt Mitte September um rund 2 Grad täglich (das sind vier scheinbare Sonnendurchmesser). Am 22. September um 23.19 Uhr MESZ überquert die Sonne den Himmelsäquator von Nord nach Süd. Da der Himmelsäquator, senkrecht über dem Erdäquator, die Horizontlinie im Ost-Westpunkt schneidet, geht die Sonne an diesem Tag, der Tag- und Nachtgleiche, auch genau im Osten auf und im Westen unter.

Autor:

Dr. Peter Stöver

Auch der Septemberhimmel wird noch vom Sommerdreieck, bestehend aus den drei hellen Sternen Deneb (im Zenit), Wega (im Westen) und Atair (im Südwesten) bestimmt. Östlich vom Atair im Adler schwimmt der kleine Delphin, dessen Schwanz auf den Steinbock weist. Östlich der Verbindungslinie Wega-Atair fliegt das kleine Sternbild Pfeil durch den Himmel. Knapp oberhalb des westlichen Pfeilendes, fast auf der Verbindungslinie Wega-Atair, können gute Augen einen eigenartig geformten Sternenhaufen erkennen. Er sieht aus wie ein auf dem Kopf stehender Kleiderbügel: eine aus fünf Sternen bestehende gerade Linie mit einem in der Mitte nach unten gerichteten Haken. Der Feldstecher zeigt das Objekt

so groß, dass es fast das ganze Gesichtsfeld einnimmt. Blicken wir zurück zum Steinbock, so schließen sich östlich Wassermann, Fische und Widder an. Später in der Nacht gesellt sich dann auch noch der Sternhaufen Plejaden im Stier dazu. Im Osten, oberhalb der Sternbilder Fische und Widder,

steht das große Herbstviereck des Pegasus. An dessen linker oberer Ecke beginnt die Sternkette der Andromeda, die ganz im Osten mit dem Hauptstern des Perseus abschließt.

Am Abendhimmel strahlt hell und unübersehbar der Jupiter im Steinbock. Er steht allerdings relativ tief im Süden, wird dann aber im Laufe der nächsten Jahre die Ekliptik hinaufklettern und jedes folgende Jahr im jeweils links benachbarten Tierkreisbild stehen, das heißt 2010 wird er sich im Wassermann aufhalten. Der Grund dafür: Der Jupiter braucht zirka zwölf Jahre, um einmal um die Sonne zu kreisen. Der Mond wird in diesem Monat zweimal dem Jupiter begegnen: Das erste Mal um ca. 23 Uhr MESZ, am 2. September als fast voller, zunehmender Mond im Süden und das zweite Mal am 29. September, ebenfalls um ca. 23 Uhr, als schon wieder zunehmender Mond tief im Südsüdwesten, denn es ist ja zwischen den beiden Begegnungen fast ein Monat vergangen. Der Morgenhimmel zeigt die beiden Nachbarn der Erde im gleichen Tierkreisbild Zwillinge. Der äußere Nachbar, der rötliche Mars, steht mitten in den Zwillingen und bildet um den 15. September herum mit Kastor und Pollux fast ein rechtwinkliges Dreieck. Schon einen Tag früher, am 14. September, kurz nach 1 Uhr, also sehr früh am nordöstlichen Morgenhimmel, steht der abnehmende Mond in der Nähe des rötlichen Mars. Unsere innere Nachbarin, die Venus, als heller Morgenstern, östlich vom Mars, verlässt in östlicher Richtung die Zwillinge. Sie zieht dann durch den Krebs in den Löwen. Am 20. September begegnet sie dem Regulus, Hauptstern im Löwen. Die Venus ist strahlend hell in der Morgendämmerung im Osten und verblasst dann langsam im Tageslicht.

Mondphasen: 4. September: Vollmond, 12. September: letztes Viertel, 18. September: Neumond, 26. September: erstes Viertel.




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