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Präventionsrat Lindhorst sucht neuen Vorsitzenden / Vereinsstatus entwickelt sich zum Problem

Der Segen, der auch ein Fluch werden könnte

Lindhorst (gus). Der Präventionsrat Lindhorst sucht noch immer nach einem neuen Vorsitzenden. Genauer: Es ist noch immer kein Kandidat für die Wahl Anfang 2011 gefunden worden. Der verbliebene Vorstand bleibt dennoch gelassen.

Seit Andreas Woitke vom Landkreis Schaumburg zum künftigen Kreisjugendpfleger befördert wurde (wir berichteten), schaut sich der Präventionsrat in Lindhorst nach einem neuen Vorsitzenden um. Noch ohne Erfolg. Keiner der Aktivposten beziehungsweise der übrigen Vorstandsmitglieder des Gremiums hat bislang Interesse bekundet. Der stellvertretende Vorsitzende, Ludger Westermann, winkt ab, weil er beruflich zu stark eingespannt ist. Peter Waue will aus demselben Grund sogar vom Posten des Kassenwarts zurücktreten.

Ein Problem des Präventionsrates ist sein Vereinsstatus. Die Umwandlung von einer weitgehend freien Zusammenkunft von Menschen gleicher Interessen in eine nach den Vorgaben des Vereinsrechts strukturierte Gruppe war einst Woitkes Idee gewesen. Der Vorteil: Als Verein konnte der Präventionsrat Geld einnehmen und ausgeben. Dies sollte die Arbeit erleichtern und zahlte sich auch buchstäblich aus. Projekte wieder Bau der Schutzhütte bei Ottensen oder die Elternlotsenausbildung sowie die Beteiligung am Lindhorster Sommerfest wurden erfolgreich organisiert.

Nun steht der Rat aber vor derselben Schwierigkeit wie zahlreiche andere Vereine: Ein Nachfolger des langjährigen Vorsitzenden muss in den eigenen Reihen gefunden werden. „Der neue Vorsitzende muss Vereinsmitglied sein“, erklärt Westermann. Andernorts übernehmen Vertreter einer Kommune oder der Polizei den Vorsitz kraft Amtes. Dies gehe in Lindhorst wegen des Vereinsstatus‘ nicht.

Möglich ist immerhin, dass der Nachfolger Woitkes beim Niko-Projekt in Lindhorst auch den Vorsitz im Präventionsrat übernimmt. Dass die Stelle beim Niedersächsischen Kooperationsprojekt wieder besetzt wird, gilt als sicher. Die Halbtagsstelle soll zwar auf ein Jahr befristet werden. Dass Niko in Lindhorst aber auch künftig in irgendeiner Form mit dem Präventionsrat verzahnt wird, davon geht auch Westermann aus.

Der neue Niko-Mann müsste, um den Vorsitz zu übernehmen, eben Mitglied in dem Gremium werden. Ursprünglich entwickelte sich der Präventionsrat letztlich exakt nach der Spielart: Woitke übernahm den Chefsessel, weil er in Lindhorst das Niko-Projekt vertrat. Später entstand erst, wie beschrieben, der Verein. Auf welchem Wege auch immer - Westermann ist überzeugt, dass der Präventionsrat einen neuen Vorsitzenden findet. Dieser soll am Montag, 7. Februar, gewählt werden. Dann trifft sich das Gremium um 18 Uhr im Hof Gümmer.

Sollte jemand Interesse an der Rolle des Vorsitzenden haben, kann dieser sich beim Niko-Projekt in Lindhorst, Telefon (05725) 708255, melden. Die Beitrittsbereitschaft zum Rat vorausgesetzt.



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